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Iran-Krieg: Insider warnen vor Munitionsmangel in der US-Armee – Hegseth dementiert

Iran-Krieg: Insider warnen vor Munitionsmangel in der US-Armee – Hegseth dementiert

Iran-Krieg: Insider warnen vor Munitionsmangel in der US-Armee – Hegseth dementiert

Kriegsminister Pete Hegseth: dementiert Behauptungen über Munitionsknappheit der US-Armee Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Andrew Harnik
Kriegsminister Pete Hegseth: dementiert Behauptungen über Munitionsknappheit der US-Armee Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Andrew Harnik
Kriegsminister Pete Hegseth: „Wir hassen die Fake-News-Medien nicht genug.“ Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Andrew Harnik
Iran-Krieg
 

Insider warnen vor Munitionsmangel in der US-Armee – Hegseth dementiert

Die US-Regierung beteuert, die Rüstungsindustrie produziere Munition auf Rekordniveau. Doch Informanten und Analysten zweifeln sogar an der Einsatzbereitschaft in künftigen Konflikten. Welche Waffen sind konkret betroffen?
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WASHINGTON, D.C. US-Kriegsminister Pete Hegseth hat Berichte über Munitionsmangel in der US-Armee vehement bestritten. „Dieses Banner ist nicht echt“, schrieb der 46jährige auf X und bezog sich auf einen ausgestrahlten Schriftzug während einer Nachrichtensendung beim TV-Sender CNN.

In der CNN-Sendung wurde ein Banner eingeblendet, das auf Quellen verwies, die behaupten, die US-Streitkräfte „haben beinahe 80 Prozent der wichtigen Raketenabfangkörper“ bereits genutzt. „Schämt euch“, echauffierte sich Hegseth über die CNN-Berichterstattung. „Wir hassen die Fake-News-Medien nicht genug.“ Konkret beruft sich der Sender auf hochrangige Befehlshaber, die vor „gefährlich niedrigen“ Vorräten gesprochen hätten.

Auch das Weiße Haus reagierte mit einer Stellungnahme des US-Präsidenten Donald Trump: „Unsere Rüstungsunternehmen produzieren gerade mehr Munition als je zuvor und erweitern ihre Werke und Ausrüstung auf Rekordniveau.“ Die USA verfügten über „weit mehr Munition als irgendjemand auf der Welt“ und „weit mehr, als wir brauchen“.

Munitionsknappheit auch bei Abwehrraketen

Doch nicht nur CNN zweifelt die Bestände an Munition innerhalb der US-Armee an. Auch nach Angaben von drei mit den Daten vertrauten Personen, auf die sich die Nachrichtenagentur Reuters beruft, sind „praktisch alle“ Boden-Boden-Raketen vom Typ ATACMS und der moderneren Präzisionslenkraketen im mittlerweile fünf Monate andauernden Iran-Krieg aufgebraucht worden. Ein weiterer Informant habe dagegen betont, dass die USA nachliefern könnten. Das Central Command, das den Einsatz im Iran verantwortet, habe schon aus weltweiten Beständen nachgeschoben.

Weiter bestätigt eine Analyse der Washingtoner Denkfabrik „Center for Strategic and International Studies“, dass zwischen Februar und Juli rund 65 Prozent der Patriot-Abwehrraketen verbraucht wurden. Die Bestände an Abfangraketen gegen ballistische Raketen seien um mindestens 38 Prozent gesunken. Auch knapp die Hälfte der globalen Tomahawk-Marschflugkörper sei inzwischen eingesetzt worden.

Eine so dramatische Reduzierung der Bestände war bislang nicht bekannt. Durch den starken Verbrauch könnte Trump bei erneuten Großangriffen auf den Iran stärker auf riskantere bemannte Bombenangriffe angewiesen sein. Genaue Restbestände wollten die Quellen nicht nennen. Sie äußerten aber die Sorge, dass die knappen Vorräte die Abschreckungsfähigkeit gegenüber Russland und China beeinträchtigen könnten.

Eingeschränkte Einsatzbereitschaft für längeren Krieg

Die ballistischen ATACMS-Boden-Boden-Raketen, auf die sich die Reuters-Enthüllung mitunter bezieht, spielten bereits in der Ukraine eine zentrale Rolle. Ihr Kostenpunkt liegt pro Rakete bei 820.000 bis 1,7 Millionen Dollar. Auch die modernisierten Nachfolger, die Präzisionslenkraketen, kosten jeweils mehr als eine Million Dollar und ermöglichen gezielte Angriffe aus sicherer Entfernung.

Die internen Informanten warnen angesichts der Knappheit vor einer eingeschränkten Einsatzbereitschaft für künftige Konflikte. Analysten des „Center for Strategic and International Studies“ halten die von Trump kolportierte Produktionssteigerung zwar für beachtlich, bezweifeln aber, dass sie für einen längeren Krieg ausreicht. (rsz)

Kriegsminister Pete Hegseth: „Wir hassen die Fake-News-Medien nicht genug.“ Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Andrew Harnik
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