WASHINGTON D.C. Zwischen US-Präsident Donald Trump und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ist ein heftiger Streit entbrannt – in dem beide Seiten am Samstag noch einmal nachgelegt haben. In seinem sozialen Netzwerk Truth Social beharrte Trump darauf, dass Meloni ihn während des jüngsten G7-Gipfels „immer wieder um ein gemeinsames Foto“ gebeten habe.
Tags zuvor hatte der Amerikaner bereits in einem Interview mit einem italienischen Sender behauptet: „Sie hat mich angefleht, ein Foto mit ihr zu machen.“ Er wiederum habe sich darauf eingelassen, weil er „Mitleid“ gehabt habe. Meloni könne sich „glücklich schätzen“, dass er sich mit ihr unterhalten habe. „Ich musste gar nicht mit ihr reden.“
Die Italienerin reagierte darauf am Freitag mit einem scharfzüngigen Video, das sie in den sozialen Netzwerken verbreitete. Darin wies sie Trumps Behauptungen zurück: „Die Aussagen von Donald Trump sind völlig erfunden.“ Sie sei „fassungslos“ und könne nur sagen, „dass es enttäuschend ist, dass er gegenüber den Feinden des Westens und der USA nicht dieselbe Entschlossenheit zeigt – deren Anführer behandelt er stattdessen mit weitaus größerer Nachsicht“. Sie und Italien träten niemals „als Bittsteller auf“.
Meloni: „Ständige, unprovozierte Angriffe“
Melonis Außenminister Antonio Tajani sagte derweil eine für kommende Woche angesetzte US-Reise ab. „Die schweren und beleidigenden Worte von Präsident Trump gegenüber Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verletzen ganz Italien“, betonte er. Am Samstag reagierte Meloni dann noch einmal auf den neuesten Trump-Post zu ihr: „Herr Präsident Trump, diese ständigen, unprovozierten Angriffe sind sinnlos“, betonte sie. „Und was meine Beliebtheit angeht: Sie geht Sie nichts an. Ich schlage vor, Sie kümmern sich um Ihre eigene.“






