WASHINGTON. US-Präsident Donald Trump hat Deutschland wegen seiner ausbleibenden Unterstützung im Iran scharf kritisiert. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus erneuerte er am Montag seine Vorwürfe gegen mehrere Bündnispartner, besonders gegen Berlin.
Zugleich beklagte er mangelnde Dankbarkeit für frühere Leistungen der USA und forderte, historische Verantwortung stärker wahrzunehmen.
„Wir haben beim Wiederaufbau all dieser Länder geholfen. Wir haben Deutschland wieder aufgebaut“, sagte Trump. Deutschland ziehe daraus jedoch offenbar keine Konsequenzen, etwa bei der Sicherung der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Stattdessen vertrete Berlin die Haltung, der Irankrieg sei nicht Deutschlands Krieg. Den Vorwurf, westliche Partner nicht über Angriffspläne informiert zu haben, wies Trump zurück. „Nun, wenn ich es ihnen erzählt hätte, hätten sie es durchsickern lassen.“ Der bisherige Erfolg der Operationen wäre sonst nicht möglich gewesen.
Trump droht Iran mit massiver Ausweitung
Auch andere Staaten nahm Trump ins Visier. Japan und Südkorea warf er vor, die USA trotz der Stationierung Zehntausender Soldaten nicht ausreichend zu unterstützen. Die Nato bezeichnete er erneut als „Papiertiger“. Lob äußerte der US-Präsident hingegen für mehrere Golfstaaten, darunter Kuwait, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien, die nach seiner Darstellung Unterstützung leisten.
Die USA haben gemeinsam mit Israel Ende Februar einen Krieg gegen den Iran begonnen, der auf einen Sturz des Regimes in Teheran abzielt. Infolge der Kämpfe geriet die Straße von Hormus unter Beschuss iranischer Kräfte, was die Ölpreise weltweit steigen ließ.
Trump drohte dem Iran mit einer massiven Ausweitung des Krieges, sollte der Korridor nicht bis Mittwochmorgen um zwei Uhr deutscher Zeit wieder vollständig für den Schiffsverkehr freigegeben werden. (rr)






