WASHINGTON. US-Präsident Donald Trump hat sich nach einem Monat Krieg gegen den Iran in einer Fernsehansprache an die amerikanische Bevölkerung gewandt und ein baldiges Ende der Kämpfe in Aussicht gestellt. In der rund 20minütigen Rede aus dem Weißen Haus erklärte er, die militärischen Ziele würden „in Kürze“ erreicht, ein Waffenstillstand sei innerhalb von zwei bis drei Wochen möglich.
Trump hat den Konflikt als notwendigen Schlag gegen den „größten staatlichen Terrorsponsor der Welt“ bezeichnet. Die US-Streitkräfte hätten „schnelle, entschlossene und überwältigende Siege“ errungen.
Irans Marine sei zerstört, die Luftwaffe liege in Trümmern, große Teile der Führung seien tot. „Noch nie in der Geschichte der Kriegsführung hat ein Gegner in so kurzer Zeit derart verheerende Verluste erlitten“, sagte der Präsident. Gleichzeitig hat Trump weitere massive Angriffe angedroht. Sollten Verhandlungen scheitern, werde man den Iran „extrem hart treffen“ und notfalls „in die Steinzeit zurückbomben“. Auch Angriffe auf Kraftwerke und Ölinfrastruktur stellte er in Aussicht. Sein zentrales Ziel bekräftigte er erneut: „Ich werde niemals zulassen, dass Iran eine Atomwaffe besitzt.“
Trump: We are going to hit them extremely hard over the next 2 to 3 weeks. We’re going to bring them back to the stone ages where they belong. pic.twitter.com/j2ncyQZg81
— Acyn (@Acyn) April 2, 2026
Trump und der vermeintliche Regimechange
Unklar blieb hingegen die Strategie im Umgang mit hochangereichertem Uran. Man habe die Bestände „unter Beobachtung“, erklärte Trump, ohne konkrete Schritte zu benennen. Auch zur Blockade der Straße von Hormus wich der Präsident aus. Die USA seien nicht auf Öl aus der Region angewiesen, andere Staaten müssten die wichtige Handelsroute selbst sichern.
Zum Thema Regimewechsel äußerte sich Trump nur vage. Er hatte zuvor erklärt, dieser sei faktisch bereits erfolgt, nachdem große Teile der iranischen Führung, darunter auch Revolutionsführer Ali Chamenei, getötet worden seien.
Im internationalen Umfeld wächst unterdessen die Sorge vor einer weiteren Eskalation. Nato-Generalsekretär Mark Rutte will laut Berichten kommende Woche zu Krisengesprächen nach Washington reisen. Eine erwartete öffentliche Kritik an den europäischen Nato-Partnern blieb in Trumps Rede jedoch aus. (rr)






