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Online-Bespitzelung: EU-Kommission will „Anti-Gender“-Narrative junger Männer bekämpfen

Online-Bespitzelung: EU-Kommission will „Anti-Gender“-Narrative junger Männer bekämpfen

Online-Bespitzelung: EU-Kommission will „Anti-Gender“-Narrative junger Männer bekämpfen

Die EU-Kommission will sexuelle Minderheiten in Ungarn und Polen vor angeblicher Diskriminierung schützen (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | Christoph Soeder
Die EU-Kommission will sexuelle Minderheiten in Ungarn und Polen vor angeblicher Diskriminierung schützen (Symbolbild) Foto: picture alliance/dpa | Christoph Soeder
Die EU will genauer hinschauen, was vor allem junge Männer online machen. Foto: picture alliance/dpa | Christoph Soeder
Online-Bespitzelung
 

EU-Kommission will „Anti-Gender“-Narrative junger Männer bekämpfen

Die EU-Kommission will gegen „Anti-Gender“-Narrative und transfeindliche Inhalte im Netz vorgehen. Im Fokus stehen dabei gezielt junge Männer, deren Online-Netzwerke vermehrt von Trusted Flaggern bespitzelt werden sollen.
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BRÜSSEL. Die Europäische Kommission hat eine neue Strategie zur Geschlechtergerechtigkeit für die Jahre 2026 bis 2030 vorgestellt und dabei ausdrücklich junge Männer in den Fokus genommen. Ziel sei es, gegen vermeintliche „Anti-Gender“-Narrative, Frauenfeindlichkeit und Desinformation im Internet vorzugehen.

In dem Strategiepapier heißt es, die Kommission wolle untersuchen, „wie Informationsmanipulation und Desinformation bekämpft werden können, um eine zunehmende Polarisierung zwischen Frauen und Männern, insbesondere unter jungen Menschen, zu vermeiden“.

Dazu soll eine Studie über „Online-Netzwerke und Narrative“ erstellt werden, die sich gezielt an Jungen und junge Männer richten. Die Untersuchung soll auch mögliche Verbindungen solcher Netzwerke zu „antidemokratischen Kräften“ und sogenannten Hassbewegungen analysieren. Zudem plant die Kommission Gespräche und runde Tische mit Jungen und Männern sowie Kooperationen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen. Brüssel beruft sich dabei unter anderem auf die Studie „Next Wave“ aus dem Jahr 2025. Darin wird vor angeblichen Anti-Gender-Netzwerken gewarnt, die laut Autoren aus den USA und Ungarn finanziert würden und rechtsextreme oder kirchliche Narrative verbreiteten.

EU setzt auf Trusted Flagger

Zugleich will die EU laut Bericht auf der Plattform Apollo-News die Vorgaben des Digital Services Act stärker durchsetzen. Große Internetplattformen wie X, Instagram oder TikTok sollen verstärkt gegen sogenannte systemische Risiken auf ihren Plattformen vorgehen, die Frauen gefährden könnten.

Eine zentrale Rolle spielen dabei sogenannte „Trusted Flagger“. Dabei handelt es sich um Nichtregierungsorganisationen, die von Behörden als vertrauenswürdige Hinweisgeber anerkannt wurden. Meldungen dieser Organisationen über problematische Inhalte müssen von den Plattformen bevorzugt bearbeitet werden.

Nach Angaben der Kommission soll auch der Aufbau weiterer solcher Meldestellen unterstützt werden. Ziel sei es, mehr Fälle von „geschlechtsspezifischer Cybergewalt“ zu melden und schneller entfernen zu lassen. (rr)

Die EU will genauer hinschauen, was vor allem junge Männer online machen. Foto: picture alliance/dpa | Christoph Soeder
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