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Reise nach Nigeria: Baerbock und Roth geben Benin-Bronzen persönlich zurück

Reise nach Nigeria: Baerbock und Roth geben Benin-Bronzen persönlich zurück

Reise nach Nigeria: Baerbock und Roth geben Benin-Bronzen persönlich zurück

Außenministerin Annalena Baerbock (links) und Kulturstaatsministerin Claudia Roth mit Nigerias Kulturminister Lai Mohammed (2.v.l) und Nigerias Außenminister Zubairo Dada bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung für die Rückgabe der Benin-Bronzen im Juli.
Außenministerin Annalena Baerbock (links) und Kulturstaatsministerin Claudia Roth mit Nigerias Kulturminister Lai Mohammed (2.v.l) und Nigerias Außenminister Zubairo Dada bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung für die Rückgabe der Benin-Bronzen im Juli.
Außenministerin Annalena Baerbock (links) und Kulturstaatsministerin Claudia Roth mit Nigerias Kulturminister Lai Mohammed (2.v.l) und Nigerias Außenminister Zubairo Dada bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung für die Rückgabe der Benin-Bronzen im Juli. Foto: picture alliance/dpa | Britta Pedersen
Reise nach Nigeria
 

Baerbock und Roth geben Benin-Bronzen persönlich zurück

Um „international ein Zeichen zu setzen“ reisen Annalena Baerbock und Claudia Roth nach Nigeria. Sie geben 20 Benin-Bronzen ab, die mehr als 120 Jahre in deutschen Museen gezeigt wurden. Baerbock sprach von „unserer dunklen Kolonialgeschichte“. Nigeria war allerdings nie deutsche Kolonie.
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BERLIN. Außenministerin Annalena Baerbock und Kulturstaatsministerin Claudia Roth (beide Grüne) reisen noch vor Weihnachten mit einer großen Delegation nach Nigeria, um dem Land 20 Benin-Bronzen zurückzugeben. Sie seien dem afrikanischen Land während der Kolonialzeit geraubt worden. Auch Baden-Württembergs Kunstministerin Petra Olschowski (Grüne) fliegt mit.

Mit dem persönlichen Erscheinen wolle man „international ein Zeichen setzen“, heißt es aus dem Auswärtigen Amt. Deutschland zeige damit auch, wie ernst man es mit der Aufarbeitung der Kolonialvergangenheit meine, sagte ein Sprecher. Baerbock selbst sagte, die Rückgabe zeige, daß es Deutschland erst meine „mit der Aufarbeitung unserer dunklen Kolonialgeschichte“. Deutschland war allerdings in Nigeria nie Kolonialmacht.

Museen wollen Benin-Bronzen zurückleihen

Bereits im Juli hatte die Bundesregierung in vier Abkommen mit Nigeria erklärt, die Kunstgegenstände aus den deutschen Museen, die dort mehr als 120 Jahre gezeigt wurden, zurückzugeben. Seitdem verhandeln die Häuser mit den zuständigen Stellen in Nigeria. Die meisten bemühen sich, die Bronzen zurückzuleihen.

Nigeria wird seit Jahren von Terror erschüttert. Die islamistische Miliz Boko Haram und die Gruppe „Islamischer Staat Provinz Westafrika“ verüben regelmäßig schwere Anschläge, die bisher zahlreiche Todesopfer forderten. (fh)

Außenministerin Annalena Baerbock (links) und Kulturstaatsministerin Claudia Roth mit Nigerias Kulturminister Lai Mohammed (2.v.l) und Nigerias Außenminister Zubairo Dada bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung für die Rückgabe der Benin-Bronzen im Juli. Foto: picture alliance/dpa | Britta Pedersen
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