Joachim Kuhs
Die britische Premier League fordert ein verstärktes Engagement gegen Rassismus in den sozialen Medien (Symbolbild) Foto: picture alliance / empics | Steven Paston
Die britische Premier League fordert ein verstärktes Engagement gegen Rassismus in den sozialen Medien (Symbolbild) Foto: picture alliance / empics | Steven Paston

Appell an Facebook und Co.
 

Premier League verlangt Konsequenzen gegen Rassismus in sozialen Medien

LONDON. Die britische Fußballiga Premier League hat Facebook, Instagram und Twitter dazu aufgerufen, konsequent gegen Haß in den sozialen Medien vorzugehen. Sie müßten sicherstellen, daß es außerhalb des Internets Sanktionensmöglichkeiten gebe, teilte der Fußballverband am Dienstag auf seiner Facebook-Seite mit.

Zuvor hatten Vereine aus der Premier League und weiteren britischen Profiligen am vergangenen Wochenende ihre Aktivitäten auf den Online Plattformen eingestellt. Mit der dreitätigen Maßnahme protestierten sie gegen Rassismus, teilten die nationalen Dachverbände mit.

„Der Boykott zeigt, daß der englische Fußball zusammenkommt, um zu betonen, daß Social-Media-Unternehmen mehr tun müssen, um Online-Haß auszurotten“, hieß es in der gemeinsamen Erklärung. Zugleich betonten sie die Bedeutung der Aufklärung von Menschen im laufenden Kampf gegen Diskriminierung.

Premier League unterbricht Spiel für moslemisches Fastenbrechen

Der Vorstandsvorsitzende der Premier League, Richard Masters, sagte: „Rassistisches Verhalten in jeglicher Form ist inakzeptabel und die entsetzlichen Beschimpfungen, die wir bei Spielern auf Social-Media-Plattformen sehen, dürfen nicht weitergehen.“

In der Vorwoche hatte es während der Premier League Partie zwischen Leicester und Chrystal Palace erstmals eine Spielunterbrechung gegeben, damit moslemische Spieler ihr Ramadan-Fasten brechen konnten, berichtete Sky Sports. Nach rund einer halben Stunde Spielzeit wurde ein Torabschlag verzögert, damit Wesley Fofana und Cheikhou Kouyate nach Sonnenuntergang etwas trinken konnten.

Fofana twitterte seinen Dank an die Verantwortlichen bei der Premier League, die diese Regelung ermöglicht hatten. „Das ist es, was den Fußball wunderbar macht.“

Während des islamischen Fastenmonats Ramadan ist es Moslems zwischen Sonnenaufgang und -untergang nicht erlaubt, zu essen oder zu trinken. (ag)

Die britische Premier League fordert ein verstärktes Engagement gegen Rassismus in den sozialen Medien (Symbolbild) Foto: picture alliance / empics | Steven Paston
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