Der Hamburger Fußballprofi Bakery Jatta sieht sich als Opfer einer „Hexenjagd“ Foto: picture alliance/Christian Charisius/dpa
Hamburger SV

Fußballprofi Jatta nennt Asylbetrugs-Vorwürfe „Hexenjagd“

HAMBURG. Der wegen des Vorwurfs des Asylbetrugs in die Schlagzeilen geratene Fußballprofi Bakery Jatta hat die Anschuldigungen gegen sich als „Hexenjagd“ bezeichnet. In einer Stellungnahme auf Instagram bestritt der Spieler des Zweitligisten Hamburger SV, unter falscher Identität nach Deutschland eingereist zu sein. „Mein Name ist Bakery Jatta! Vor vier Jahren floh ich von Gambia nach Deutschland!“

Er bedankte sich auf Englisch bei seinen Freunden, dem Verein und den HSV-Anhängern für die Unterstützung. Er sei gesegnet, daß er die Chance habe, in Hamburg zu sein. Er lebe ein besseres Leben als zuvor. Zugleich lud er seine Fans ein, seine Heimatstadt zu besuchen. „Wo ich herkomme, sind alle extrem aufgeschlossen, freundlich … jeder ist dort willkommen.“

U21-Nationaltrainer beklagt „unsägliche Diskussion“

Besonders stolz habe ihn die Unterstützung durch den Trainer der deutschen U21 Fußballnationalmannschaft, Stefan Kuntz, gemacht. Der Fußballlehrer hatte Anfang September gegenüber dem Sender Sport1 geäußert: „Ich würde gerne versuchen, Bakery bei der Einbürgerung zu helfen, weil ich ihn gerne von der U21 überzeugen möchte. Auf diesem Weg waren wir schon, und dann kam diese, für meine Begriffe etwas unsägliche Diskussion.“

Die Sport-Bild hatte Anfang August berichtet, daß Jatta im Sommer 2015 unter falscher Identität als Asylbewerber nach Deutschland gekommen sei. Er heiße eigentlich Bakary Daffeh und habe bereits für mehrere afrikanische Vereine gespielt. Das Bezirksamt Hamburg-Mitte hatte die Ermittlungen vergangene Woche eingestellt. (ag)

Der Hamburger Fußballprofi Bakery Jatta sieht sich als Opfer einer „Hexenjagd“ Foto: picture alliance/Christian Charisius/dpa

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