BERLIN. Nach dem Messermord am Trierer Studenten Marius Dick durch einen Asylbewerber (JF berichtete) haben seine Eltern dazu aufgerufen, die Brandmauer zur AfD niederzureißen. „Man muss Mehrheiten suchen, um Mehrheiten zu finden. Das bedeutet auch, sich mit der AfD an einen Tisch zu setzen und über Schnittmengen zu reden“, sagte der Vater des getöteten 22jährigen, Thomas Dick, der Welt. Seine Frau Elke fügte hinzu, dass man Menschen, die „rechtmäßig und zahlreich“ gewählt worden seien, nicht „einfach ausschließen“ könne.
Der Vater betonte, der Druck auf die Bundesregierung müsse steigen. „Es herrscht eine Stimmung, in der man gewisse Probleme nicht mehr ansprechen kann, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden. Aber so machen wir unser Land kaputt.“ Er beklagte, dass potenziell gefährliche und straffällige Einwanderer herumliefen und dass niemand wisse, wo sie seien. Wer das Gastrecht „hochgradig“ missbrauche, dürfe sich nicht mehr in Deutschland aufhalten. „Das sollte auch für die EU gelten. Da bestehen riesige Defizite seit 2015.“
Marius Dick wurde Mitte Juli erstochen
Die Politik müsse „endlich“ etwas tun, um die Serie an Gewalttaten zu beenden. „Nach Marius’ Tod ist es mit dem CSD nahtlos weitergegangen.“ Als Beispiele für mögliche migrationspolitische Reformen nannten die beiden Eltern nordische Länder. „Man sollte sich an Dänemark und Schweden ein Beispiel nehmen und schauen, wie man es parteiübergreifend besser macht.“
Gleichzeitig kritisierten sie die Kommentare und Nachrichten, die sich auf die CDU-Mitgliedschaft der Mutter beziehen würden. „Ich habe als Kommunalpolitikerin keinen Einfluss auf die Migrationspolitik der Bundespartei. Im Gegenteil: Wir Gemeinden leiden auch darunter, weil die Gelder fehlen und wir schauen müssen, wo wir die Menschen unterbringen, die uns zugewiesen werden“, betonte sie. Sie zitierte dabei Sätze wie „Sie haben Blut an den Händen!“ oder „Endlich hat es die Richtigen getroffen!“, die Einzelne ihr geschickt haben sollen.
Marius Dick war am 15. Juli unweit der Universität Trier von einem afghanischen Asylbewerber erstochen worden. Der Tatverdächtige, Sajad M., war als Zwölfjähriger nach Deutschland gekommen und wurde trotz eines 2017 abgelehnten Asylantrags geduldet. Inzwischen ist der 22jährige in einer forensischen Psychiatrie untergebracht. (kuk)






