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Infratest dimap: Neue Umfrage sieht fünf Parteien im Landtag von Sachsen-Anhalt

Infratest dimap: Neue Umfrage sieht fünf Parteien im Landtag von Sachsen-Anhalt

Infratest dimap: Neue Umfrage sieht fünf Parteien im Landtag von Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) und sein Herausforderer Ulrich Siegmund (AfD) am Montag.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) und sein Herausforderer Ulrich Siegmund (AfD) am Montag.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) und sein Herausforderer Ulrich Siegmund (AfD) am Montag. Foto: picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert
Infratest dimap
 

Neue Umfrage sieht fünf Parteien im Landtag von Sachsen-Anhalt

Während die AfD unverändert stark bleibt, tut sich in Sachsen-Anhalt etwas bei den kleinen Parteien. Eine JF-Projektion zur Sitzverteilung zeigt: Die CDU sackt zwar ab, könnte aber mit Linken, SPD und Grünen eine Regierung bilden oder Rot-Rot-Grün dulden.
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MAGDEBURG. Minimale Verschiebungen bei den kleinen Parteien haben große Auswirkungen auf die mögliche Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt nach der Wahl in etwas mehr als fünf Wochen. Laut einer aktuellen Umfrage von Infratest dimap für die Mitteldeutsche Zeitung, Volksstimme, MDR und WDR würden sowohl SPD als auch Grüne in den Landtag einziehen.

Damit wäre eine absolute Mehrheit der Mandate für die AfD, die unverändert bei 41 Prozent liegt, in weite Ferne gerückt, wie eine Projektion der JUNGEN FREIHEIT bei der Sitzverteilung ergibt. Sie würde nur noch 38 der 83 Mandate erreichen. Nötig wären 42 AfD-Abgeordnete. Ohne die Grünen, die seit zwei Jahren unter der Fünf-Prozent-Hürde gemessen wurden, kam die Partei zuletzt entsprechend einer Insa-Umfrage laut der JF-Projektion auf 40 Mandate.

Das Eregbnis der aktuellen Infratest-dimap-Umfrage für Sachsen-Anhalt. Grafik: JF
Das Eregbnis der aktuellen Infratest-dimap-Umfrage für Sachsen-Anhalt. Grafik: JF

CDU sackt in Sachsen-Anhalt ab

In der AfD von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hofft man bisher, durch weitere Zugewinne oder durch Übertritte von zwei CDU-Parlamentariern auf die absolute Mehrheit der Mandate zu kommen. Dies würde mit einem Einzug der Grünen deutlich schwieriger.

Die JF-Projektion für die Sitzverteilung in Sachsen-Anhalt laut der aktuellen Umfrage. Grafik: JF
Die JF-Projektion für die Sitzverteilung in Sachsen-Anhalt laut der aktuellen Umfrage. Grafik: JF

Die CDU sackt zwar im Vergleich zur Infratest-dimap-Erhebung vom Mai um zwei Punkte auf 24 Prozent ab. Aber dadurch, dass sich Linke (13 Prozent) und Grüne (fünf Prozent) um je einen Punkt verbessern, könnte die Partei von Ministerpräsident Sven Schulze mit der SPD (unverändert sieben Prozent) und den Grünen eine Minderheitsregierung bilden, die von der Linken toleriert wird.

Auch eine rot-rot-grüne Koalition, die auf 25 Prozent kommt unter Duldung der CDU, die einen Punkt weniger erhielte, wäre möglich. Alle vier Parteien eint das Ziel, die AfD von der Macht fernzuhalten. In Thüringen hatte die Union bis 2024 fünf Jahre lang eine Minderheitsregierung von Linken, SPD und Grünen toleriert.


Das Meinungsforschungsinstitut Insa hatte die SPD vor einer Woche noch bei fünf und die Grünen bei vier Prozent gemessen (JF berichtete) – genau wie das BSW und die FDP. Infratest dimap sieht die Wagenknecht-Partei beim selben Wert, die Liberalen kann es derzeit nicht mehr messen und ordnet sie bei den Sonstigen (sechs Prozent) ein. (fh)

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) und sein Herausforderer Ulrich Siegmund (AfD) am Montag. Foto: picture alliance/dpa | Klaus-Dietmar Gabbert
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