ESSEN. In Essen-Rüttenscheid ist es in der Nacht auf Sonntag zu einem Messerangriff gekommen, bei dem ein daran unbeteiligter Deutscher das Bewusstsein verlor und kurz darauf starb. Der Messerangreifer ist laut Polizei ein 46jähriger Türke, der in Marl lebt.
Zudem ermittelten die Behörden drei weitere Männer im Alter von 40 bis 48 Jahren, die an dem eskalierenden Streit beteiligt gewesen seien und schwer verletzt wurden. Bei dem Todesopfer handelt es sich den Ermittlern zufolge um einen unbeteiligten Sicherheitsbeamten aus Köln, der bei der Gewalttat das Bewusstsein verlor und noch vor Ort verstarb. „Trotz der schnellen Hilfe verstarb der Kölner noch in der Nacht am Einsatzort“, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Polizei und Staatsanwaltschaft Essen am Sonntag. „Die genaue Todesursache ist nun Gegenstand der Ermittlungen.“
Der Hauptverdächtige aus der Türkei wiederum wurde im Zuge des Messerangriffs selbst verletzt und im Krankenhaus versorgt. Auch die anderen Schwerverletzten befinden sich in medizinischer Behandlung. „Sie wiesen nach ersten Erkenntnissen Stichverletzungen auf“, teilten die Behörden mit. „Die drei Beteiligten sind außer Lebensgefahr.“ Genauere Hintergründe, warum es zu dem Streit zwischen den Männern kam, sind noch unklar.
Messerangriff ereignete sich nach Streitigkeiten auf einer Veranstaltung
Bislang ist bekannt, dass die Einsatzkräfte gegen 2.10 Uhr zu einer Eventlocation in der Girardetstraße gerufen wurden, wo es innerhalb einer Personengruppe zu einem eskalierenden Streit zwischen mindestens vier Personen gekommen sein soll. Die Bild-Zeitung sprach von bis zu 150 Menschen, die dort feierten. Polizei und Rettungsdienst lösten daraufhin einen Großalarm aus.
Der Messerangriff ereignete sich am Girardethaus, einem Mehrzweckgebäude mit Gastronomie, Geschäften und Dienstleistungseinrichtungen. Dort sollen sich die streitenden Männer bei einer Feier in einem angemieteten Raum des Hauses gestritten und später angegriffen haben.
Eine Mordkommission des Polizeipräsidiums Essen hat gemeinsam mit der zuständigen Staatsanwaltschaft die Ermittlungen übernommen. Noch in der Nacht stellten die Behörden Spuren und das mutmaßliche Tatwerkzeug sicher. (rsz)
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