WIESBADEN. Die Zahl der Geburten in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gesunken. 2025 kamen in der Bundesrepublik 654.241 Kinder auf die Welt, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr waren es 677.117.

Auch die Geburtenziffer ging im vierten Jahr in Folge zurück und fiel auf den niedrigsten Stand seit 1997. Vergangenes Jahr brachte eine Frau zwischen 15 und 49 Jahren durchschnittlich 1,32 Kinder zur Welt, 2024 hatte dieser Wert noch bei 1,35 gelegen.
Nur ein Bundesland trotzt dem Geburtenrückgang
Deutliche Unterschiede gab es zwischen Müttern mit deutschem Pass und Ausländerinnen. Unter deutschen Staatsbürgerinnen lag die Geburtenrate im Jahr 2025 bei 1,2 Kindern je Frau, unter Einwandererinnen hingegen bei 1,78. Gleichwohl sank dieser Wert innerhalb der beiden Gruppen um jeweils drei Prozent.
Wesentlich geringer fiel der Abstand zwischen den alten und den neuen Bundesländern aus. In der ehemaligen DDR war die Geburtenrate mit 1,22 Kindern je Frau geringer als im Rest der Bundesrepublik, wo sie 1,34 betrug.
In nahezu allen Bundesländern war ein Rückgang zu verzeichnen, am stärksten in Mecklenburg-Vorpommern. Dort betrug die Geburtenrate 1,21 Kinder je Frau und sank gegenüber 2024 um 6,3 Prozent. Nur in Hamburg stieg dieser Wert minimal um 0,4 Prozent auf 1,24. (kuk)






