WIESBADEN. Die deutschen Exporte nach China sind in den ersten fünf Monaten des Jahres um 14,5 Prozent auf 29,6 Milliarden Euro gesunken. Vor allem die Autoausfuhren in die Volksrepublik sind laut Statistischem Bundesamt „stark eingebrochen“. Gleichzeitig stiegen die Importe aus China auch in diesem Zeitraum, womit das Land mit weitem Abstand Deutschlands wichtigster Importpartner bleibt.
Allein die deutschen Autoexporte gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 26,1 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zurück. Dem Trend nach dürften die Fahrzeugausfuhren in die Volksrepublik dieses Jahr nur noch rund zehn Milliarden Euro betragen.
Stark rückläufige Autoexporte
Bis 2024 waren Fahrzeuge und Fahrzeugteile noch Deutschlands wichtigstes Exportgut nach China. Damals machte der Autoexport noch ein Handelsvolumen von 20,3 Milliarden Euro aus. Bereits 2025 war der Exportwert in diesem Bereich um 33 Prozent auf 13,6 Milliarden Euro gesunken.
Auch Maschinen als Exportgut gingen von Januar bis Mitte Mai um 17,5 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro zurück. Ausfuhren von Datenverarbeitungsgeräten, wie zum Beispiel Smartphones, SIM-Karten oder Drucker, stiegen dagegen um 0,9 Prozent und erreichten mit exportierten optischen Erzeugnissen wie Präzisions- und Messinstrumenten ein Volumen von 5,1 Milliarden Euro.
Hohes und weiter steigendes Handelsdefizit
Während die Exporte weitgehend sanken, stiegen die Importe aus China in den ersten fünf Monaten des Jahres um 6,2 Prozent auf 72,4 Milliarden Euro. Daraus ergibt sich ein Handelsdefizit von 42,8 Milliarden Euro. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte dieses noch bei 33,5 Milliarden Euro gelegen.
Allein im Mai 2026 beliefen sich die Importe aus China auf 14,0 Milliarden Euro und lagen damit 2,1 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats.
Wichtigste Importgüter aus China
China lieferte in den ersten fünf Monaten des Jahres einen sehr hohen Anteil bestimmter Schlüsselprodukte nach Deutschland. Die mit Abstand wichtigsten Importgüter aus China waren in den ersten fünf Monaten Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse im Wert von 20,2 Milliarden Euro. Es folgten elektrische Ausrüstungen mit 14,3 Milliarden Euro sowie Maschinen mit 6,4 Milliarden Euro.
So stammten 81,8 Prozent der importierten tragbaren Computer – also etwa Notebooks und Tablets –, 66,3 Prozent der Smartphones und 64,1 Prozent der Lithium-Ionen-Akkus aus der Volksrepublik. Bei Fotoelementen und Solarmodulen für die Photovoltaik erreichte der Anteil sogar 86,1 Prozent. Auch bei E-Autos lag der chinesische Anteil an den deutschen Importen bei 23,5 Prozent. (rsz)






