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Nach Ausschreitungen in Nordirland: Musk verklagt das ZDF wegen „skandalöser Lügen“

Nach Ausschreitungen in Nordirland: Musk verklagt das ZDF wegen „skandalöser Lügen“

Nach Ausschreitungen in Nordirland: Musk verklagt das ZDF wegen „skandalöser Lügen“

Elon Musk, hier bei der Gedenkveranstaltung für den ermordeten rechten Debattierer Charlie Kirk, ist der mit Abstand reichste Mensch der Welt.
Elon Musk, hier bei der Gedenkveranstaltung für den ermordeten rechten Debattierer Charlie Kirk, ist der mit Abstand reichste Mensch der Welt.
Elon Musk, hier bei der Gedenkveranstaltung für den ermordeten rechten Debattierer Charlie Kirk, lässt sich den Bericht des ZDF nicht gefallen. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Gage Skidmore
Nach Ausschreitungen in Nordirland
 

Musk verklagt das ZDF wegen „skandalöser Lügen“

Das ZDF dichtet Elon Musk einen Aufruf zur „Jagd auf Migranten“ an und spricht später von einer „missverständlichen“ Formulierung. Der Tech-Billionär will das nicht hinnehmen und kündigt rechtliche Schritte an.
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MAINZ. Elon Musk hat rechtliche Schritte gegen das ZDF angekündigt. Der Tech-Unternehmer reagierte damit auf eine Sendung von „ZDFheute live“, in der ihm im Zusammenhang mit den Unruhen in Nordirland unterstellt worden war, zu einer „Jagd auf Migranten“ aufgerufen zu haben (die JF berichtete).

Der vergangene Woche durch die Emission der SpaceX-Aktien zum Billionär gewordene Musk schrieb auf seiner Plattform X, gegen das ZDF würden wegen „skandalöser Lügen“ rechtliche Maßnahmen ergriffen.

Wenige Stunden später legte er nach. Auf einen Beitrag des deutschen Autors Hans Mahncke antwortete Musk: „Im Laufe des Prozesses gegen sie werden wir genau herausfinden, welcher Idiot diese ungeheuerliche Lüge verfasst hat.“

Auf seiner Plattform X kündigt Musk an, gegen das ZDF vorgehen zu werden. Screenshot: JF
Auf seiner Plattform X kündigt Musk an, gegen das ZDF vorgehen zu werden. Screenshot: JF

Musk hatte Beitrag von Robinson geteilt

Hintergrund ist ein Beitrag des ZDF zu Ausschreitungen in Belfast nach dem brutalen Messerangriff eines Sudanesen auf einen Nordiren (JF berichtete). Moderatorin Christina von Ungern-Sternberg hatte die Sendung mit den Worten eingeleitet: „Ein brutaler Mordversuch auf offener Straße in Belfast. Jemand filmt, das Video geht viral. Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist – und Tech-Milliardär Elon Musk.“

Anschließend fragte der ZDF-Journalist im Beitrag, welche Akteure ein Interesse daran hätten, ein Gewaltverbrechen zu nutzen, „um zum Bürgerkrieg aufzurufen“. Als Beleg zeigte das ZDF einen Beitrag Musks auf X. Darin hatte Musk einen Demonstrationsaufruf des britischen Aktivisten Tommy Robinson geteilt und geschrieben: „Nur mit wiederholtem und lautem Protestieren haben wir eine Chance.“

Die Darstellung löste auch unter Journalisten Kritik aus. Welt-Kolumnistin Anna Schneider schrieb, das ZDF dichte Musk eine Aussage an, die er nie getätigt habe. Auch NDR-Redakteur Sebastian Eberle widersprach öffentlich: „Liebe Kolleginnen und Kollegen in Mainz, bei allem Respekt. Das geht so nicht. So können und so dürfen wir nicht arbeiten. Das ist völlig inakzeptabel.“

Das ZDF räumte bereits Fehler ein

Das ZDF räumte später ein, die Formulierung sei „unpräzise und dadurch missverständlich“ gewesen. Die Moderation habe die Gemengelage der gewaltsam eskalierten Proteste und der vorherigen Aufrufe zu Protesten auf X pointiert zusammenfassen sollen. Tommy Robinson habe nach dem Messerangriff zu Protesten aufgerufen, Musk habe den Beitrag geteilt. Inzwischen gab der Sender laut der Bild-Zeitung bekannt, die betreffende Ausgabe um diese Anmoderation zu kürzen.

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Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) kritisierte diese Entscheidung des Fernsehsenders. Es sei jetzt wichtig, sich von diesem „Theaterdonner“ nicht beeinflussen zu lassen, teilte ein DJV-Sprecher gegenüber dem „Deutschlandfunk“ mit. Zwar habe Musk – wie jeder andere auch – das Recht, gegen Falschbehauptungen vorzugehen, jedoch habe der Tech-Billionär in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, dass er kritische Berichterstattung prinzipiell mit Klagen beantworte. Offenbar wolle er in die Fußstapfen von US-Präsident Trump treten. (rr/st)

Elon Musk, hier bei der Gedenkveranstaltung für den ermordeten rechten Debattierer Charlie Kirk, lässt sich den Bericht des ZDF nicht gefallen. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Gage Skidmore
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