ERFURT. Die Chefin der Linksfraktion im Bundestag, Heidi Reichinnek, hat erneut für Proteste gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt mobilisiert. In einem auf Instagram verbreiteten Videobeitrag für das Bündnis „Widersetzen“ warf sie der AfD und ihren Unterstützern vor, eine Gefahr für die Demokratie darzustellen.
Der AfD-Bundesparteitag soll Anfang Juli in der Messe Erfurt stattfinden. Das Bündnis „Widersetzen“ ruft zu Protesten gegen die Veranstaltung auf. Auf seiner Internetseite heißt es: „Komm mit uns am 04.07. nach Erfurt und widersetze dich dem AfD-Parteitag!“
Auch Die Linke Thüringen wirbt für die Teilnahme und schreibt, die Aktionsformen reichten „vom Demokratiefest bis hin zu antifaschistischem zivilen Ungehorsam“. Reichinnek erklärte in ihrem Videobeitrag, viele Menschen hätten ein „grundlegendes Gerechtigkeitsgefühl“. Zugleich gebe es in Deutschland Strukturen und Systeme, die genau dagegen arbeiteten. Der Faschismus sei nach dem Zweiten Weltkrieg „nie weg“ gewesen, behauptete die Linken-Politikerin. Heute sei er wieder „so richtig laut“.
Wer über Reichinneks Körper entscheiden will
Die Bundestagsabgeordnete verband ihre Warnung vor Faschismus auch mit gesellschaftspolitischen Themen. Als Frau merke man, „wie andere über deinen Körper entscheiden wollen“, sagte Reichinnek. Es gebe Menschen, die Frauen vorschreiben wollten, welche Rolle sie einnehmen und was sie sagen dürften.
Gegen diese Entwicklung müsse man sich zur Wehr setzen, so die Linken-Chefin. „Es bringt dir nichts, leise zu sein oder dich wegzuducken.“ Deshalb sei es wichtig, gemeinsam dagegen anzukämpfen. Das Bündnis „Widersetzen“ plant nach eigenen Angaben Massenproteste gegen den AfD-Parteitag. Nach Berichten sollen dabei auch Zufahrtswege blockiert und die Anreise von Delegierten erschwert werden. (rr)







