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Kaleb: Linksextremisten verüben Anschlag auf christlichen Lebensschutzverein

Kaleb: Linksextremisten verüben Anschlag auf christlichen Lebensschutzverein

Kaleb: Linksextremisten verüben Anschlag auf christlichen Lebensschutzverein

Das Foto zeigt eine Fahne der linksextremen Antifa und einen Embryo
Das Foto zeigt eine Fahne der linksextremen Antifa und einen Embryo
Immer wieder verüben Linksextremisten Gewalt gegen Lebensschützer. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Sachelle Babbar
Kaleb
 

Linksextremisten verüben Anschlag auf christlichen Lebensschutzverein

In Chemnitz wird die Geschäftsstelle des Vereins Kaleb zum Ziel einer linksextremen Attacke. Es ist nicht das erste Mal, dass die Lebensschützer ins Visier geraten. Wie reagiert die örtliche Politik darauf?
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CHEMNITZ. Linksextremisten haben die Bundesgeschäftsstelle des Lebensschutzvereins Kaleb in Chemnitz mit Farbe angegriffen. Die Attacke ereignete sich laut einem auf der Szene-Plattform Indymedia veröffentlichten Selbstbezichtigungsschreiben bereits am 21. Mai.

Der Leiter der Geschäftsstelle, Falk Weißbach, bestätigte den Vorfall gegenüber der Nachrichtenagentur Idea. Demnach wurde die komplette Außenfassade zur Straßenseite hin mit Farbe besprüht. Die Kosten für die Reinigung beliefen sich auf 3.000 bis 4.000 Euro. Es ist bereits der dritte Angriff dieser Art innerhalb der vergangenen vier Jahre auf das Gebäude.

Linksextremisten zielen auf „rechte Fundamentalisten“

In ihrem Selbstbezichtigungsschreiben rechtfertigen die Linksextremisten die Tat damit, dass es sich bei Kaleb um „rechte Fundamentalisten“ handle, die „aus rein christlich-fundamentalistischer Überzeugung“ agierten. Ihr Ziel sei, „gar keine Abtreibungen mehr stattfinden zu lassen“.

Die Angreifer drohen auch damit, solange weiterzumachen, „bis Kaleb e.V. weder staatlich gefördert wird, noch anderweitig Einfluss auf unsere Gesellschaft nehmen kann!“ Für Samstag mobilisieren sie zur Gegendemo gegen einen in Annaberg stattfindenden „Marsch für das Leben“.

Kaleb freut sich über Solidarität

Geschäftsführer Weißbach verweist gegenüber Idea darauf, dass die Beratungstätigkeit von Kaleb zu 97 Prozent die Beratung und Begleitung von Frauen während der Schwangerschaft, Umzugskosten und Hilfe zur Wohnungsausstattung, Miet- und Energieschulden, Hilfen bei Antragstellungen, Überbrückungshilfen, Elterngeld und Elternzeit, die Anschaffung von Haushaltsgeräten oder Erziehungsfragen betreffe.

Zur Umsetzung dieser Aufgaben habe Kaleb in der Region Chemnitz im vergangenen Jahr rund 125.000 Euro an Hilfen, die über Stiftungen eingeworben wurden, an Betroffene weitergegeben und damit deren Lebenssituationen verbessern können. Würde der Verein, wie von den Tätern im Bekennerschreiben gefordert, seine Arbeit einstellen, würde das genau die Menschen treffen, die dringend diese Hilfe brauchten und wollten.

Ernst von Heyking, Geschäftsführer des Chemnitzer Regionalvereins von Kaleb, hob jedoch zugleich hervor, dass die Arbeit von Kaleb zunehmend gewürdigt und unterstützt werde. Wegen dieser „unerfreulichen Vorkommnisse“ erfahre der Verein eine zunehmende Solidarisierung und Zuwendung durch Spenden, Bekundungen und Gebete. Auch nahezu alle Fraktionen im Stadtrat verurteilten die Farbanschläge als Straftaten.

Der Verein hat seine Wurzeln in DDR-Zeiten

Das Akronym Kaleb steht für „Kooperative Arbeit Leben ehrfürchtig bewahren“. Zugleich nimmt der Verein damit Bezug auf die biblische Person Kaleb. Die Initiative entstand nach eigenen Angaben 1988 zunächst als Lebensrechtsinitiative in der damaligen DDR. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde daraus ein eingetragener Verein.

Heute verfügt Kaleb über rund 30 regionale Anlaufstellen. Diese reichen von engagierten Einzelpersonen bis hin zu eigenständigen Regionalvereinen mit einem breiten Angebot für Schwangere und Familien sowie weiteren sozialen Arbeitsfeldern. (ser mit idea)

Immer wieder verüben Linksextremisten Gewalt gegen Lebensschützer. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Sachelle Babbar
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