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Anja Arndt, AfD

„Rein defensiv“?: USA und Iran greifen sich trotz Waffenstillstandes an

„Rein defensiv“?: USA und Iran greifen sich trotz Waffenstillstandes an

„Rein defensiv“?: USA und Iran greifen sich trotz Waffenstillstandes an

US-Präsident Donald Trump bei der Kabinettssitzung am Mittwoch, wo er sich auch zum Krieg gegen den Iran äußerte
US-Präsident Donald Trump bei der Kabinettssitzung am Mittwoch, wo er sich auch zum Krieg gegen den Iran äußerte
„In die Luft jagen“: Was will US-Präsident Trump? Foto: picture alliance / Captital Pictures | –
„Rein defensiv“?
 

USA und Iran greifen sich trotz Waffenstillstandes an

Am Wochenende stellte US-Präsident Donald Trump noch einen baldigen Deal in Aussicht, jetzt wackelt der Waffenstillstand: Während die USA iranische Drohnen abschießen, greift Teheran eine US-Basis an. Und Trump droht einem eigenen Verbündeten.
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BANDAR ABBAS. Die USA und der Iran haben sich trotz anhaltender Gespräche über eine Lösung des Krieges neue Gefechte geliefert. Nach US-Angaben schoss das amerikanische Militär vier iranische Drohnen ab und griff eine iranische Basis in der Hafenstadt Bandar Abbas an. Washington betont, dass es sich um „rein defensive“ Maßnahmen gehandelt habe, die „der Aufrechterhaltung des Waffenstillstands“ dienten.

Die Revolutionsgarden reagierten in der Nacht auf Donnerstag mit einem Angriff auf einen US-Stützpunkt, der als Ausgangspunkt des amerikanischen Angriffs gedient haben soll. Um welchen Stützpunkt es geht, ließen die Revolutionsgarden offen. Allerdings meldete Kuwait in der Nacht seinerseits einen Angriff aus dem Iran. In Kuwait gibt es mehrere US-Basen.

Teheran gab zudem bekannt, Warnschüsse auf vier Schiffe abgefeuert zu haben, die die Straße von Hormus durchfahren wollten. „Sie wurden gewarnt, aber nachdem sie die Warnung ignoriert hatten, wurden Warnschüsse auf sie abgegeben“, hieß es aus dem Iran. „Das hat sie zur Rückkehr gezwungen.“

Trump zeigt sich unzufrieden

Die Vorfälle finden zu einem Zeitpunkt statt, an dem nach wie vor Unklarheit über die Zukunft des Waffenstillstandes zwischen den USA, Israel und dem Iran herrscht. Am Samstag hatte US-Präsident Donald Trump behauptet, ein Abkommen mit den Mullahs sei „weitgehend ausgehandelt“ und die Details würden „bald“ verkündet.

Am Mittwoch betonte er allerdings bei einer Kabinettssitzung, dass seine Regierung mit den Entwicklungen in den Verhandlungen „nicht zufrieden“ sei. Zuvor hatten iranische Medien behauptet, die USA hätten sich verpflichtet, die Hafenblockade gegen den Iran aufzuheben und Truppen abzuziehen; im Gegenzug würde Teheran innerhalb eines Monats die Straße von Hormus zugänglicher machen.

Das Weiße Haus wies die Berichte zurück und bezeichnete sie als „komplette Erfindung“. Trump betonte, die Straße von Hormus müsse bei jedem Deal „sofort geöffnet“ werden. Für Verwirrung sorgte, dass der Amerikaner dem Oman drohte, ihn „in die Luft zu jagen“. Das Sultanat ist ein Verbündeter Washingtons. Trumps Äußerung fiel, nachdem er gefragt worden war, was er von einer gemeinsamen Kontrolle der Straße von Hormus durch die Mullahs und den Oman halte. Trump lehnte diese Idee ab und betonte, der Oman müsse sich „wie jeder sonst verhalten“. (ser)

„In die Luft jagen“: Was will US-Präsident Trump? Foto: picture alliance / Captital Pictures | –
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