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Neues Wehrpflichtgesetz: Verteidigungsministerium dementiert niedrige Beteiligung an Bundeswehrfragebögen

Neues Wehrpflichtgesetz: Verteidigungsministerium dementiert niedrige Beteiligung an Bundeswehrfragebögen

Neues Wehrpflichtgesetz: Verteidigungsministerium dementiert niedrige Beteiligung an Bundeswehrfragebögen

Junger Mann füllt Bundeswehr-Fragebogen aus. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | MICHAEL BIHLMAYER
Junger Mann füllt Bundeswehr-Fragebogen aus. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | MICHAEL BIHLMAYER
Junger Mann füllt Wehrpflicht-Fragebogen aus. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | MICHAEL BIHLMAYER
Neues Wehrpflichtgesetz
 

Verteidigungsministerium dementiert niedrige Beteiligung an Bundeswehrfragebögen

Stolz verkündet das Verteidigungsministerium, dass bereits 90 Prozent der jungen Männer einen verpflichtenden Fragebogen zur Bundeswehr ausgefüllt hätten. Verweigerern wird mit Bußgeldern gedroht. Das Interesse von Frauen tendiert dagegen gegen Null.
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BERLIN. Mit dem neuen Wehrpflichtgesetz sind junge Männer verpflichtet, einen Fragebogen der Bundeswehr auszufüllen (JF berichtete). Das Bundesverteidigungsministerium hat nun Berichte zurückgewiesen, wonach sich viele der angeschriebenen 18jährigen weigern würden, dies zu machen.

„Rund 86 Prozent der angeschriebenen Männer haben den Fragebogen fristgerecht innerhalb von vier Wochen zurückgesendet. Nach einer ersten Erinnerung gaben rund 73 Prozent der erinnerten Männer ihre Rückmeldung innerhalb der Fristerweiterung von zwei Wochen ab. Dies bedeutet, dass mehr als 90 Prozent der angeschriebenen Männer im betrachteten Zeitraum den Fragebogen ausgefüllt haben“, teilte das Ministerium mit. Anderslautende Berichte seien „nicht korrekt“.

Frauen haben kein Interesse am Wehrdienst / Männern droht Zwangsgeld

Zuvor hatte unter anderem das RND berichtet, dass 28 Prozent der angeschriebenen 18jährigen Männer noch nicht auf die Fragebögen reagiert hätten. „Die Nichtbeantwortung des Fragebogens stellt für Männer eine Ordnungswidrigkeit dar, welche mit einem Bußgeld geahndet werden kann“, drohte das Ministerium nun. Das Bußgeld liegt bei 250 Euro. Für junge Frauen dagegen besteht keine Pflicht, auf den Fragebogen zu antworten. 97 Prozent der angeschriebenen 18jährigen Mädchen ignorierten das Bundeswehrschreiben bisher, wie das Ministerium eingestand.

Mit dem Fragebogen will die Bundeswehr nach eigenen Angaben „für jede Interessierte und jeden Interessierten“ ein „passende Angebot bereitstellen“. Grundsätzlich soll ein „Lagebild über die per Gesetz wehrpflichtigen Männer“ erstellt werden. Zwar ist die Wehrpflicht bisher noch ausgesetzt, gerade aus den Unionsparteien kommen jedoch immer wieder Forderungen, den Zwangsdienst für Männer wieder zu reaktivieren. (ho)

Junger Mann füllt Wehrpflicht-Fragebogen aus. Foto: picture alliance / CHROMORANGE | MICHAEL BIHLMAYER
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