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Islamistischer Terror: Algerien: Zwei Selbstmordattentäter sprengen sich während Papstbesuch in die Luft

Islamistischer Terror: Algerien: Zwei Selbstmordattentäter sprengen sich während Papstbesuch in die Luft

Islamistischer Terror: Algerien: Zwei Selbstmordattentäter sprengen sich während Papstbesuch in die Luft

Papst Leo XIV. sitzt während seines Algerienbesuchs auf einem Stuhl, daneben sieht man ein Bild des Anschlags
Papst Leo XIV. sitzt während seines Algerienbesuchs auf einem Stuhl, daneben sieht man ein Bild des Anschlags
Papst Leo XIV. während seines Besuchs in Algerien, Aufnahme einer Überwachungskamera. Foto: IMAGO / ABACAPRESS / Screenshot / Montage: JF
Islamistischer Terror
 

Algerien: Zwei Selbstmordattentäter sprengen sich während Papstbesuch in die Luft

Während der Papst in Algerien für Frieden wirbt, detonieren nur wenige Kilometer entfernt Sprengsätze. Zwei Selbstmordattentäter schlagen zu. Ein Diplomat ist überzeugt: Die Tat sollte den algerischen Staat für den Papstbesuch „bestrafen“.
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ALGIER. Etwa zeitgleich zum Papstbesuch in Algerien haben am Montag zwei Männer in der algerischen Stadt Blida Selbstmordattentate verübt. Dabei gab es keine weiteren Todesopfer, wie Le Monde berichtet. Es wurden allerdings mehrere Menschen verletzt. Blida liegt etwa 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Algier, in der Papst Leo XIV. wenige Stunden zuvor eingetroffen war.

Die Angriffe sollen sich gegen eine Polizeistation der Stadt gerichtet haben. Da die Polizeibeamten die herannahenden Attentäter bemerkten, zündeten diese ihre Sprenggürtel bevor sie die Station erreicht hatten.

Die algerischen Behörden sollen daraufhin eine Nachrichtensperre verhängt haben. Innerhalb der den Papst begleitenden Delegation dauerte es mehrere Stunden, bis die Nachricht eintraf. Das Presseamt des Vatikans gab bislang keinen Kommentar ab.

War der Anschlag eine Strafe für den Papstbesuch?

Ein anonymer französischer Diplomat bestätigte, dass ein „absolut sicherer Zusammenhang zwischen diesen Taten und dem aktuellen Besuch des Papstes in Algerien“ bestehe. „Die Terroristen wollten Algerien dafür bestrafen, dass es den Anführer der Ungläubigen empfangen hatte.“ Es sei auch eine Botschaft an Präsident Tebboune, der es gewagt habe, den Papst „im Land des Islam willkommen zu heißen“.

Bislang hat sich noch keine Gruppe zu dem Anschlag bekannt. In Algerien sind allerdings mehrere dschihadistische Gruppen aktiv, darunter der Islamische Staat und al-Qaida im Maghreb. Obwohl Algerien seit dem Ende des Algerischen Bürgerkriegs im Jahr 2002 als vergleichsweise stabil gilt, kam es in den 2010er Jahren immer wieder zu Anschlägen.

Papst Leo XIV. nutzte seine Rede währenddessen, um die algerische Staatsführung zur Einhaltung von Frieden zu ermahnen. „Anstatt Missverständnisse und Konflikte zu verschärfen, können Sie zu Akteuren eines neuen Kapitels der Geschichte werden.“ Angesichts „anhaltender Verstöße gegen das Völkerrecht und der neokolonialen Tendenzen“ sei dies heute „dringlicher denn je“. (lb)

Papst Leo XIV. während seines Besuchs in Algerien, Aufnahme einer Überwachungskamera. Foto: IMAGO / ABACAPRESS / Screenshot / Montage: JF
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