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Zehn Millionen Euro: Frankreich: Konservativer Regionspräsident darf woker Uni kein Geld streichen

Zehn Millionen Euro: Frankreich: Konservativer Regionspräsident darf woker Uni kein Geld streichen

Zehn Millionen Euro: Frankreich: Konservativer Regionspräsident darf woker Uni kein Geld streichen

Ein junger Mann hält ein Megaphon in der Hand – es handelt sich um einen Studenten der Universität Lyon 2, der an einem linksextremen Protest teilnimmt
Ein junger Mann hält ein Megaphon in der Hand – es handelt sich um einen Studenten der Universität Lyon 2, der an einem linksextremen Protest teilnimmt
Ein Student der Universität Lyon 2 nimmt an einem linksextremen Protest teil, September 2024. Foto: picture alliance / Hans Lucas | Matthieu Delaty
Zehn Millionen Euro
 

Frankreich: Konservativer Regionspräsident darf woker Uni kein Geld streichen

Einer Lyoner Universität soll das Geld entzogen werden – wegen Verstrickungen in den Islamismus. Doch nun sägt der regionale Rechnungshof das Vorhaben ab und spricht von „Demagogie“.
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LYON. Das regionale Rechnungsprüfungsamt der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes hat dem Präsidenten der Region, Fabrice Pannekoucke (Les Républicains), untersagt, die finanzielle Förderung für die Universität Lyon 2 einzustellen. Pannekoucke und sein engster Berater, der Ex-Präsident Laurent Wauquiez (ebenfalls Les Républicains), könnten sich ihren „finanziellen Verpflichtungen nicht aus demagogischen Gründen entziehen“, heißt es in einer Erklärung, die der Zeitung Le Figaro vorliegt.

Die Einwände der Region gegen die Zahlung seien „nicht ernst zu nehmen“, betonte die Behörde. Der Anspruch der Universität Lyon 2 auf die Gelder sei „obligatorisch“.

Im vergangenen Mai hatten Pannekoucke und Wauquiez angekündigt, jegliche finanzielle Unterstützung – vorgesehen war eine Zahlung von zehn Millionen Euro – für die Bildungseinrichtung einzustellen, da diese eine „islamistisch-linke Ausrichtung“ habe. Wauquiez betonte, er wolle „keine Kompromisse mit dem Islamismus“ eingehen. Die Zahlungen seien so lange eingestellt, bis „die Wahrheit über die dort begangenen Missstände aufgedeckt ist“.

Vermummte Personen stürmten Vorlesung

Hintergrund der Entscheidung waren Proteste von Studenten im April. Der Geographie-Dozent und Nahost-Experte Fabrice Balanche hatte eine Vorlesung an der Universität halten sollen – etwa 30 vermummte Personen, die sich als Mitglieder der Gruppe „Lyon2autonome“ ausgaben und eine pro-palästinensische Botschaft vertraten, stürmten die Veranstaltung und warfen Balanche „Rassismus“ vor.

Der Professor musste anschließend unter Polizeischutz gestellt werden. Gegen die Störer wurde wegen „Behinderung der Lehrtätigkeit“ ermittelt.

Universitätspräsidentin wirft Professor „verschwörungstheoretische Äußerungen“ vor

Universitätspräsidentin Isabelle von Bueltzingsloewen äußerte anschließend scharfe Kritik – allerdings nicht an den Angreifern, sondern an Balanche. Indem dieser Begriffe wie „Islamo-Linke“ verwendet habe, äußere er sich „verschwörungstheoretisch und schädlich“. Angesichts seiner Positionen zum Nahen Osten sei sie von dem Vorfall zudem nicht überrascht. Von Bueltzingsloewens Äußerungen sorgten für Empörung unter mehreren prominenten Persönlichkeiten. Zwei Ex-Bildungsminister Frankreichs, Jean-Michel Blanquer und Luc Ferry, forderten ihren Rücktritt.

Am 5. Mai 2025 trat der Vizepräsident der Universität, Willy Beauvallet-Haddad, zurück. Er hatte in sozialen Medien zuvor den Anführer der Hisbollah, Hassan Nasrallah, gelobt. (lb)

Ein Student der Universität Lyon 2 nimmt an einem linksextremen Protest teil, September 2024. Foto: picture alliance / Hans Lucas | Matthieu Delaty
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