Stromzähler
Stromzähler: Nur in Dänemark ist STrom noch teurer Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto

Monitoringbericht Energie 2014
 

Strompreise in Deutschland steigen auf Rekordhoch

BERLIN. Die Strompreise in Deutschland sind auf ein neues Rekordhoch gestiegen. April 2014 mußte ein Durchschnittshaushalt mit 3.500 Kilowattstunden 61 Prozent mehr Geld für Energie ausgeben als noch im April 2006. Insgesamt wurden in der Grundversorgung 30,5 Cent pro Kilowattstunde fällig, berichtet die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf den „Monitoringbericht Energie 2014“.

Nach Dänemark hat Deutschland damit die zweithöchsten Strompreise Europas. Knapp 73 Prozent des Energiepreises machen staatliche Steuern, Abgaben und Umlagen aus. Nur 27 Prozent verbleiben für Energiegewinnung, Infrastruktur und Gewinn. Der Marktanteil der vier größten Stromanbieter (Vattenfall, RWE, Eon und EnBW) lag bei 67 Prozent. Erst am Montag hatte der Energieriese Eon angekündigt, sein Geschäft mit der konventionellen Stromerzeugung durch Öl, Kohle, Gas und Atomkraft aus dem Unternehmen auszulagern.

Der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann mahnte die Politik, angesichts der Energiewende nicht den Ausbau der Stromnetze zu vernachlässigen. Da immer mehr Kraftwerke die Strom aus erneuerbaren Energien produzieren, ans Netz gegangen seien, „mußten die Netzbetreiber 2013 verstärkt Maßnahmen zur Wahrung der Netz- und Systemstabilität tätigen“, warnte Homann. Bis zum dritten Quartal 2014 wurden erst 438 der geplanten 1.887 Kilometer neuer Stromleitungen fertiggestellt. (ho)

Stromzähler: Nur in Dänemark ist STrom noch teurer Foto: picture alliance/Eibner-Pressefoto
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