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Infrastruktur und Dienstleistungen: Zahl der Beschwerden bei der Post erreicht Allzeitrekord

Infrastruktur und Dienstleistungen: Zahl der Beschwerden bei der Post erreicht Allzeitrekord

Infrastruktur und Dienstleistungen: Zahl der Beschwerden bei der Post erreicht Allzeitrekord

29.03.2026, Wirtschaft v.l. Beispiel, Beispielfoto, Symbolbild, Briefkasten, Deutsche Post, Briefe, Briefversand, Briefsammlungen, Postsendung
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Ein Briefkasten der Deutschen Post: Unternehmen registriert immer mehr unzufriedene Kunden. Foto: picture alliance / SNS | Steven Mohr
Infrastruktur und Dienstleistungen
 

Zahl der Beschwerden bei der Post erreicht Allzeitrekord

Noch nie gab es so viele Beschwerden über die Deutsche Post wie 2025. Mehr als 55.000 Fälle gingen vergangenes Jahr bei dem Unternehmen ein. Wie der Konzern das Ganze erklärt.
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BONN. Die Zahl der Beschwerden über die Deutsche Post hat im vergangenen Jahr einen Allzeitrekord erreicht. 2025 kam es insgesamt zu 55.395 Beschwerden, das ist gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg von 19,8 Prozent, als es 44.406 Beschwerden gab, wie die Nachrichtenagentur dpa unter Berufung auf die Bundesnetzagentur mitteilt. Mit etwa 90 Prozent aller Beschwerden, machte der Logistikkonzern DHL den größten Anteil der unzufriedenen Kunden aus.

Ein Sprecher der Deutschen Post betonte, die Postversorgung in Deutschland „funktioniert sehr gut“ und verwies auf die absoluten Zahlen gesendeter Briefe und Pakete in der Bundesrepublik. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 9,4 Milliarden Briefe und 4,5 Milliarden Pakete verschickt. Damit kämen auf eine Million erfolgter Sendungen etwa vier Beschwerden. Das zeige „sehr deutlich, dass es kein strukturelles Qualitätsproblem gibt“.

Die Post verweist auf externe Anbieter

Außerdem, so die Argumentation der Deutschen Post, seien viele Beschwerden nicht im Zuständigkeitsbereich des eigenen Unternehmens verortet. So habe es etwa 800.000 Fundbriefe gegeben – also Briefe, die versehentlich bei falschen Adressen eingeworfen werden und anschließend in einem Post-Briefkasten landen, um den korrekten Empfänger zu erreichen. Diese Fundbriefe seien von externen Zustellern zu falschen Adressen gebracht worden.

Insgesamt zeigt sich seit Jahren ein Trend hin zu mehr Beschwerden. 2021 waren bei der Bundesnetzagentur noch etwa 15.000 Fälle eingegangen, im Folgejahr waren es bereits etwa 43.000. Die Post begründete das damals mit einem coronabedingten hohen Krankenstand der eigenen Mitarbeiter.

Ein Gesetz gibt den Zustellern mehr Zeit

Das Sendeverhalten der Deutschen ist im Wandel. Weil immer mehr Bürger online einkaufen, steigt die Zahl der Pakete, während immer weniger Briefe versendet werden. Das führt dazu, dass das Zustellnetz geändert werden muss. Die Post spricht vom „größten Umbau“ der eigenen Unternehmensgeschichte. Es gelte, die Infrastruktur zu modernisieren, in den vergangenen Jahren habe man dafür bereits mehrere Milliarden Euro investiert.

Anfang 2025 kam es zu einer Gesetzesnovelle, wonach die Post mehr Zeit hat für die Beförderung von Sendungen. Davor musste sie 80 Prozent der eingeworfenen Sendungen am nächsten Werktag zugestellt haben, inzwischen reicht es aus, wenn 95 Prozent aller Sendungen am dritten Werktag nach der Einlieferung zugestellt werden. Am vierten Werktag nach Absendung müssen inzwischen 99 Prozent aller Sendungen abgeschlossen sein. (st)

Ein Briefkasten der Deutschen Post: Unternehmen registriert immer mehr unzufriedene Kunden. Foto: picture alliance / SNS | Steven Mohr
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