DÜSSELDORF. Ein erfolgreiches Social-Media-Video von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat sich als PR-Lüge herausgestellt. Der CDU-Politiker war scheinbar zufällig einem bekannten Influencer-Straßenphotographen begegnet und hatte sich „spontan“ zu einem Fotoshooting bereit erklärt. Tatsächlich war das Treffen jedoch abgesprochen, die „zufällige“ Begegnung inszeniert, berichtet der Kölner-Stadt-Anzeiger.
Demnach hieß es auch Regierungskreisen: „Der Ministerpräsident hat an jenem Tag verschiedene Social-Media-Formate unter anderem an gleicher Stelle wahrgenommen. Daß darunter auch eine Begegnung mit dem genannten Fotografen sein würde, war im Vorfeld den Beteiligten bekannt.“ Die Interaktion zwischen dem Ministerpräsidenten und dem Fotografen sei allerdings aus der Situation heraus geschehen.
Wüst kommentiert Video
Der Influencer „Fabiano“ gab ebenfalls zu, im Vorfeld gewußt zu haben, „daß Herr Wüst zu dieser Zeit dort entlanglaufen würde und sich bereit erklärt hat, mitzumachen“. Er werde in Zukunft transparenter darauf hinweisen, wenn ein Treffen vorab geplant war. Zugleich betonte auch er, die Interaktion vor Ort sei „komplett spontan und authentisch“ gewesen. Zudem habe er kein Geld für die Aktion bekommen.
Das Video erzielte auf Instagram bisher 116.000 Aufrufe, wobei zahlreiche Nutzer auf Wüsts PR-Lüge hereinfielen und den Landesvater für seine „spontane“ Reaktion lobten. So schrieb ein Kommentator beispielsweise: „Sehr sympathisch! Herr Wüst hat toll reagiert!“ Ein anderer Nutzer meinte: „Sehr bürgernah.“
Auch Wüst selbst kommentierte das Video. „Lustiges Zusammentreffen. Hat Spaß gemacht“, schrieb er. Zu der Enthüllung, daß das Aufeinandertreffen inszeniert war, schweigt der Landesvater bislang. (dh)






