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Rücktritt abgelehnt: CDU stärkt Wahlverlierer Hagel mit stürmischem Applaus den Rücken

Rücktritt abgelehnt: CDU stärkt Wahlverlierer Hagel mit stürmischem Applaus den Rücken

Rücktritt abgelehnt: CDU stärkt Wahlverlierer Hagel mit stürmischem Applaus den Rücken

Bot nach erfolgloser Wahl erfolglos seinen Rücktritt an. Wahl Manuel Hagel, Spitzenkandidat der CDU in Baden-Württemberg. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Bot nach erfolgloser Wahl erfolglos seinen Rücktritt an. Wahl Manuel Hagel, Spitzenkandidat der CDU in Baden-Württemberg. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Bot nach erfolgloser Wahl erfolglos seinen Rücktritt an. Wahl Manuel Hagel, Spitzenkandidat der CDU in Baden-Württemberg. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
Rücktritt abgelehnt
 

CDU stärkt Wahlverlierer Hagel mit stürmischem Applaus den Rücken

Nach der Niederlage bei der Landtagswahl bietet CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel seinen Rücktritt an. Der Landesvorstand weist den Schritt einstimmig zurück und feiert ihn mit Standing Ovations.
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STUTTGART. CDU-Landeschef und Spitzenkandidat Manuel Hagel hat nach der Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg (die JF berichtete) dem Landesvorstand seinen Rücktritt angeboten. Das Gremium lehnte den Schritt jedoch einstimmig ab und sprach Hagel demonstrativ das Vertrauen aus.

Wie CDU-Generalsekretär Tobias Vogt bestätigte, erhielt Hagel bei einer Sitzung des Landesvorstands am Montagabend sogar Standing Ovations.

„Führung heißt immer auch Verantwortung“, sagte Vogt. Gleichzeitig kündigte er an, dass Hagel die CDU auch in den anstehenden Koalitionsgesprächen anführen werde. Bei der Landtagswahl am Sonntag hatten die Grünen mit ihrem Spitzenkandidaten Cem Özdemir 30,2 Prozent der Stimmen erreicht. Die CDU landete mit 29,7 Prozent knapp dahinter. Beide Parteien stellen im neuen Landtag jeweils 56 Abgeordnete. Damit gilt eine grün-schwarze Koalition derzeit als wahrscheinlichste Regierungsoption ohne Beteiligung der AfD. Die Partei kam bei der Wahl auf 18,8 Prozent und wurde drittstärkste Kraft.

CDU und Grüne: Noch kein offizieller Austausch

Überschattet wurde der Wahlkampf zuletzt von einem älteren Video Hagels. Darin schwärmte der damalige CDU-Politiker in einem Interview aus dem Jahr 2018 von einer Schülerin und ihren „rehbraunen Augen“. Hagel räumte später ein, die Äußerung sei „Mist“ gewesen. CSU-Chef Markus Söder sieht in der Debatte dennoch einen möglichen Grund für das schwächere Abschneiden der CDU.

Nach der Wahl brachte der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Jens Spahn, einen ungewöhnlichen Vorschlag ins Gespräch: Demnach könnten sich CDU und Grüne die Amtszeit des Ministerpräsidenten teilen. Wahlsieger Özdemir wies diese Idee jedoch umgehend zurück und unterstrich den Anspruch seiner Partei auf das Amt des Regierungschefs.

CDU-Generalsekretär Vogt kritisierte daraufhin Özdemirs Haltung als „herablassende Arroganz“. Darin sehe er eine „Verlängerung des fragwürdigen Stils“ der Grünen im Wahlkampf. Zugleich betonte Vogt, dass es bislang noch keinen offiziellen Austausch zwischen beiden Parteien über eine mögliche Regierungsbildung gegeben habe. (rr)

Bot nach erfolgloser Wahl erfolglos seinen Rücktritt an. Wahl Manuel Hagel, Spitzenkandidat der CDU in Baden-Württemberg. Foto: picture alliance/dpa | Michael Kappeler
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