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Parteitag am 4. Juli: Weimarer Verein sieht „fatale Parallele“ zwischen AfD-Termin und NSDAP-Parteitag

Parteitag am 4. Juli: Weimarer Verein sieht „fatale Parallele“ zwischen AfD-Termin und NSDAP-Parteitag

Parteitag am 4. Juli: Weimarer Verein sieht „fatale Parallele“ zwischen AfD-Termin und NSDAP-Parteitag

Laut der AfD war kein anderer Temin mehr frei. Im Bild Alice Weidel und Björn Höcke. Foto: IMAGO / Karina Hessland
Laut der AfD war kein anderer Temin mehr frei. Im Bild Alice Weidel und Björn Höcke. Foto: IMAGO / Karina Hessland
Laut der AfD war kein anderer Temin mehr frei. Im Bild Alice Weidel und Björn Höcke. Foto: IMAGO / Karina Hessland
Parteitag am 4. Juli
 

Weimarer Verein sieht „fatale Parallele“ zwischen AfD-Termin und NSDAP-Parteitag

Weil die NSDAP am 4. Juli 1926 einen Parteitag in Weimar abhielt, darf die AfD am gleichen Tag hundert Jahre später nicht in Erfurt tagen – meint zumindest ein Historiker. Dabei ließ der Hallenbetreiber der Partei nach JF-Infos keine andere Wahl.
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ERFURT. Die Ankündigung der AfD, ihren nächsten Bundesparteitag am 4. Juli 2026 in Erfurt abzuhalten, hat Kritik ausgelöst. Der Verein Weimarer Republik sieht eine „fatale Parallele“ zwischen dem AfD-Termin und dem NSDAP-Reichsparteitag von 1926.

Nach JF-Informationen aus Parteikreisen fragte die AfD bei der Messe Erfurt mehrere Termine ab. Der 4. Juli sei der einzige gewesen, an dem die Halle zur Verfügung steht.

Der Vorstandsvorsitzende des Vereins, der Historiker Stephan Zänker, läßt solche Erklärungen nicht gelten. Eine Partei, die mit Rechtsextremismus-Vorwürfen konfrontiert sei, dürfe ein solches Datum nicht wählen, meinte er. Entweder beruhe die Entscheidung auf Unwissenheit, oder es handle sich um eine bewußte Provokation. Letzteres stelle nach seiner Einschätzung alle Abgrenzungsbeteuerungen gegenüber rechtsextremen Positionen infrage.

Das historische Datum des AfD-Parteitags

Der 4. Juli markiert den 100. Jahrestag des NSDAP-Reichsparteitages von 1926, der damals in Weimar stattfand. Historiker bewerten dieses Treffen als Wendepunkt der völkischen Bewegung. Adolf Hitler und seine Anhänger zogen damals demonstrativ in das Deutsche Nationaltheater Weimar ein, jenen Ort, an dem wenige Jahre zuvor die Verfassung der Weimarer Republik verabschiedet worden war. Mit Massenaufmärschen und demonstrativer Machtdemonstration habe die NSDAP die Demokratie symbolisch attackiert, so Zänker.

Thüringen sei laut Zänker auch deshalb gewählt worden, weil Hitler dort öffentlich auftreten durfte. In den zwanziger Jahren tolerierten rechtsextreme Abgeordnete die bürgerlich-konservative Landesregierung. Der Verein Weimarer Republik koordiniert heute nach eigenen Angaben Erinnerung an die erste deutsche Demokratie und betreibt das Haus der Weimarer Republik in Weimar. (rr)

Laut der AfD war kein anderer Temin mehr frei. Im Bild Alice Weidel und Björn Höcke. Foto: IMAGO / Karina Hessland
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