HANNOVER. Das Bündnis „Bunt statt braun“, angeführt von der evangelischen Kirche Hannover und der Linkspartei, ruft für Sonnabend zum Protest vor dem Niedersächsischen Landtag auf. Denn dort findet gleichzeitig der zweite Kinderschutzkongress der AfD-Landtagsfraktion statt.
Unter anderem auch die „Omas gegen Rechts“, die Antifa-Gruppe „Aufstehen gegen Rechts“, die Gewerkschaften Verdi und GEW, die Katholische Kirche, sowie SPD und Grüne haben den Aufruf unterzeichnet und wollen unter dem Motto „Unser Regenbogen bleibt bunt“ demonstrieren.

Doch warum zieht der Kinderschutzkongress soviel Hass auf sich? Die Initiatorin, die familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, Vanessa Behrendt, erklärt: „Was sonst in der Öffentlichkeit entweder gar nicht oder nur verharmlosend abgehandelt wird, sprechen wir an.“ Es werde um „Genderkult, Verharmlosung der Pädophilie, Gewalterfahrungen oder Frühsexualisierung“ gehen.
Ex-LKA-Präsident auf Kinderschutzkongress
Denn Kinder und Jugendliche würden „mit gefährlichen und verstörenden Entwicklungen konfrontiert“. Dies aufzuzeigen sei nötig, „auch wenn sich die Vertreter des linksgrünen Establishments mit Händen und Füßen – und schrillen Gegendemonstrationen dagegen wehren“. Denn vieles was von dem, was „Kindheit und Jugend heute vergiftet, haben sie persönlich zusammengebraut“.
Profilierter Referent ist der ehemalige Präsident des LKA Thüringen, Uwe Kranz. Er soll über sexuelle Gewalt gegen Kinder unter besonderer Berücksichtigung der frühkindlichen Sexualerziehung sprechen. Die EU-Abgeordnete Christine Anderson, die sich seit Jahren dem Thema widmet, was Kindern während der Corona-Zeit angetan wurde und welche Folgen dies bis heute hat, wird ebenfalls vortragen.
Auch Beatrix von Storch ist dabei
Ergänzt wird dies von einem Beitrag des innenpolitischen Sprechers der AfD-Landtagsfraktion, Stephan Bothe, der Ausmaß, Hintergründe und Justizversagen bei „Gruppenvergewaltigungen durch arabische Jugendgangs aufdecken“ möchte. Auch Beatrix von Storch, AfD-Fraktionsvize im Bundestag sowie Initiatorin Behrendt selbst haben Vorträge bei dem Kinderschutzkongress angekündigt.

Das linke Bündnis behauptet in seinem Aufruf, die AfD würde Kinderschutz „instrumentalisieren“ und sie sei „gesichert rechtsextrem“. Weiter heißt es, „die AfD nutzt den Deckmantel der angeblichen Fürsorge für Kinder, um ihre antidemokratischen Ziele zu verfolgen“. Dazu zählten das „Ende der Inklusion von beeinträchtigten und nichtbeeinträchtigten Schüler*innen“ und „das Verändern von Lehrplänen im völkisch-nationalen Sinn“. All dies sei ein „Angriff auf Menschen- und Kinderrechte, auf Vielfalt und Inklusion“. (fh)





