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Großbritannien: Bericht zu Grooming Gangs setzt Labour unter Druck

Großbritannien: Bericht zu Grooming Gangs setzt Labour unter Druck

Großbritannien: Bericht zu Grooming Gangs setzt Labour unter Druck

Der Vorsitzende und Unterhausabgeordnete von Restore Britain, Rupert Lowe: „Das Establishment muss jetzt endlich handeln, nicht nur reden.“ Es geht um sein Grooming-Gang-Bericht. (Themenbild)
Der Vorsitzende und Unterhausabgeordnete von Restore Britain, Rupert Lowe: „Das Establishment muss jetzt endlich handeln, nicht nur reden.“ Es geht um sein Grooming-Gang-Bericht. (Themenbild)
Der Vorsitzende und Unterhausabgeordnete von Restore Britain, Rupert Lowe: „Das Establishment muss jetzt endlich handeln, nicht nur reden.“ Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Vuk Valcic
Großbritannien
 

Bericht zu Grooming Gangs setzt Labour unter Druck

Ein neuer Untersuchungsbericht zu den pakistanischen „Grooming“-Banden zeigt das Ausmaß des Staatsversagens und die Brutalität der Kinderschänder schonungslos auf. Sein Verfasser, der Rechtspolitiker Rupert Lowe, fordert weitreichende Konsequenzen.
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LONDON. Der Vorsitzende der britischen Rechtspartei Restore Britain, Rupert Lowe, hat die Labour-Regierung zur Antwort auf seinen Untersuchungsbericht zu den migrantischen Pädophilenringen („Grooming Gangs“) in Großbritannien aufgefordert. Ein entsprechender Resolutionsentwurf wurde der Unterhausverwaltung am Mittwoch vorgelegt. „Das Establishment muss jetzt endlich handeln, nicht nur reden“, schrieb der Parlamentarier auf dem Kurznachrichtendienst X am Mittwoch.

Am Tag zuvor hatte Lowe seinen Bericht veröffentlicht. Dem 219seitigen Dokument zufolge sollen die Grooming Gangs in insgesamt 149 Gemeinden, Städten und Metropolbezirken in ganz Großbritannien operiert haben. Zudem nennt es eine Zahl von 250.000 möglichen Opfern landesweit, die ein UKIP-Oberhausabgeordneter 2019 in seiner Rede als „vorsichtige Schätzung“ angegeben hatte.

Nahezu alle zugehörigen Vergewaltigerbanden bestanden demnach aus pakistanischen Moslems. Auch islamische Prinzipien und Doktrinen zur Behandlung Andersgläubiger sowie die islamische „Clankultur“ hätten die Täter beeinflusst.

Sozialarbeiter, Ärzte und Polizisten schauten weg

Die Verfasser des Berichts, zu denen auch Opfer der Grooming Gangs gehören, stützen sich dabei hauptsächlich auf Presseberichte, Gerichtsunterlagen sowie ausführlich zitierte Aussagen von Hinweisgebern und anderen Opfern. Mehrere Kinder und Jugendliche erlitten bereits in den eigenen Familien sexuellen Missbrauch, einige sollen auch in den Nahen Osten verschleppt worden sein.

Eine englische Geschädigte aus einem wechselnden Pflegeverhältnis berichtete unter anderem, dass sie bereits mit 13 Jahren von Sozialarbeitern zur Klinik für Geschlechtskrankheiten mitgenommen worden war. Trotz festgestellter Krankheiten wie Chlamydien und Gonorrhoe hätten weder Sozialarbeiter noch Ärzte die Umstände der Ansteckung hinterfragt und das Mädchen zurück zu seinen Vergewaltigern geschickt. Auch Polizisten hätten es bei mehreren Verhören als illegale Prostituierte behandelt.

Jahre später zwang ein anderer Pakistaner die inzwischen erwachsene Frau nach einem von mehreren Umzügen, zum Islam zu konvertieren und ihn zu heiraten, woraufhin Vergewaltigungen, eine erzwungene Geburt eines behinderten Kindes und häusliche Gewalt folgten. Erst mit Hilfe eines Frauenschutzzentrums konnte sie ein neues Leben in Schottland aufbauen.

Bekannt wurden Grooming Gangs durch Rotherham-Berichte

Als Konsequenz aus den Erkenntnissen empfiehlt der Bericht die Abschiebung aller Täter sowie Ausbürgerung jener mit doppelter Staatsbürgerschaft. Zudem sollen die bestehenden Gesetze gegen Kindesmissbrauch vereinheitlicht und um ein Verbot von Scharia-Ehen ergänzt werden. Auch fordern die Verfasser des Dokuments, die Geschädigten finanziell zu entschädigen und künftige Opfer bei Verdacht auf Sexualkrankheiten und Verletzungen im Genitalbereich automatisch an verantwortliche Behörden weiterzuleiten.

Zudem fordern die Verfasser um Lowe die Erhöhung des Mindeststrafmaßes für die Täter auf mindestens 25 Jahre Haft ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung. Anführer der Banden sollen mindestens 50 Jahre drohen. Der Unterhausabgeordnete von Nigel Farages Reform UK, Robert Jenrick, kündigte an, einen Gesetzesentwurf vorzulegen, der lebenslange Haftstrafen für die Mitglieder der Grooming Gangs vorsieht.

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Breit bekannt wurden Grooming Gangs durch die Berichterstattung über mehrere Fälle im nordenglischen Rotherham. Von 1997 bis 2013 wurden dort mindestens 1.400 Mädchen ab 11 Jahren regelmäßig betäubt, vergewaltigt und körperlicher Gewalt ausgesetzt. Seit 2001 wussten die Labour-Stadtverwaltung und die örtliche Polizei über die Vergewaltigungsfälle Bescheid, auch einige Polizisten sollen an den Taten beteiligt worden sein. Erst im Dezember 2025 hatte die Labour-Regierung unter Keir Starmer einen offiziellen Untersuchungsausschuss eingerichtet, dessen Arbeit soll aber erst nach dem Jahresende beginnen. (kuk)

Der Vorsitzende und Unterhausabgeordnete von Restore Britain, Rupert Lowe: „Das Establishment muss jetzt endlich handeln, nicht nur reden.“ Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com | Vuk Valcic
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