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Martin Hikel: Bürgermeister von Neukölln: SPD befördert islamistische Unterwanderung

Martin Hikel: Bürgermeister von Neukölln: SPD befördert islamistische Unterwanderung

Martin Hikel: Bürgermeister von Neukölln: SPD befördert islamistische Unterwanderung

SPD-Bezirksbürgermeister Martin Hikel
SPD-Bezirksbürgermeister Martin Hikel
Bekommt viel Widerstand innerhalb der SPD: Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
Martin Hikel
 

Bürgermeister von Neukölln: SPD befördert islamistische Unterwanderung

Der sozialdemokratische Bürgermeister von Berlin-Neukölln macht seiner eigenen Partei harte Vorwürfe: Die SPD wolle Islamismus einbinden, anstatt ihn zu bekämpfen. So schreite die Unterwanderung der Gesellschaft fort.
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BERLIN. Der Bezirksbürgermeister von Neukölln in Berlin, Martin Hikel (SPD), hat seiner Partei vorgeworfen, einer Unterwanderung durch den Islamismus den Boden zu bereiten. „In der SPD herrscht der identitätspolitische Ansatz vor und der bedeutet, den Islamismus einzubinden, anstatt den politischen Islam zu bekämpfen“, klagte Hikel im Interview mit dem Focus.

„So schreitet diese Unterwanderung im Sinne des orthodoxen Islam gesellschaftlich fort“, führte er aus. „Und das ist etwas, was ich sehr bedauerlich finde und was dann am Ende den demokratischen Parteien links der Mitte, der SPD und auch den Grünen, schadet. Bei den Linken ist man in der Frage ohnehin hoffnungslos verloren.“

Hikel in der SPD unter Beschuss

Hikel unterstrich, religiöses Mobbing sei an Schulen Realität. „Der Konformitätsdruck an Schulen, der soziale Druck im Sinne orthodoxer Religionsvorstellungen, steigt – besonders auf Muslime, die nicht so leben wollen. Und das finde ich fatal in Berlin. Wir müssen vielfältiges, muslimisches Leben in der Stadt schützen. Und das geht nur, wenn ich auch die Probleme benenne.“

Der Sozialdemokrat kritisierte auch erneut den Begriff „antimuslimischer Rassismus“. Von diesem Begriff gehe die Gefahr einer Diskursverschiebung aus. „Denn er wird dazu genutzt, die Kritik am politischen Islam, am Islamismus als rassistisch zu diffamieren. Das wird von entsprechenden Akteuren bewusst so gemacht.“

Im November hatte Hikel bekanntgegeben, nicht erneut als Bezirksbürgermeister von Neukölln zu kandidieren. Zuvor war er zwar von einer Parteiversammlung aufgestellt worden, hatte dabei aber nur 68,5 Prozent der Stimmen erhalten. Parteiinterne Kritiker hatten ihm unter anderem zur Last gelegt, nicht von „antimuslimischem Rassismus“ zu sprechen. Dem Focus sagte Hikel nun, sein Rücktritt sei unausweichlich gewesen, „weil es für das, was ich vertrete, viel Widerstand innerhalb meiner Partei gibt“. (ser)

Bekommt viel Widerstand innerhalb der SPD: Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel. Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer
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