SCHLEIFE. Die planmäßige Sitzung des Gemeinderats Schleife stand am Dienstagabend unter dem Eindruck der Enthüllungen der JUNGEN FREIHEIT zum Pornoskandal an der örtlichen Oberschule. Bisher genoss diese einen ausgezeichneten Ruf – insbesondere, nachdem Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sagte, sie spiele „in der Champions League“.
Doch im Ort ist die Reputation nun erschüttert. Das wurde auf der Sitzung deutlich, die zahlreiche Eltern und Journalisten besuchten. Bürgermeister Jörg Funda (CDU) änderte sofort die Tagesordnung und setzte die völlig aus dem Ruder gelaufene Projektwoche in der Schule an den Beginn. Der entsprechende Antrag einer Wählergemeinschaft, dass der Bürgermeister den Fall aufklären solle, war damit hinfällig.
Funda bezeichnete den Vorfall selbst als empörend und forderte von sich aus, dass der Skandal lückenlos aufgeklärt werden müsse. Dabei geht es ihm insbesondere um die Frage, welcher Lehrer die Aktivisten eingeladen hatte. Gegebenenfalls müssten Konsequenzen folgen, habe er gesagt, wie ein Gemeinderat der JUNGEN FREIHEIT berichtete.
Eltern fragen nach Suspendierung des Schulleiters
Danach sprach kurz der stellvertretende Bürgermeister Mathias Lampe (AfD), der zum Zeitpunkt des Vorfalls, also im März, in Vertretung für Funda die Amtgeschäfte übernommen hatte. Er forderte, dass Schulleiter Jan Rehor zur nächsten Sitzung erscheint. Dem schlossen sich die meisten Gemeinderäte an.
Auch der CDU-Bürgermeister sah das so und verkündete, der Direktor werde für den 5. Mai, wenn das Gremium das nächste Mal tagt, vorgeladen. Dies geschieht nun auf Wunsch des Gemeinderats, aber offiziell spricht die Vorladung der Bürgermeister aus. Dieser verurteilte die Vorgänge und verwies darauf, dass intensive Ermittlungen der Polizei liefen und diese abzuwarten seien.

Dann ließ Funda die anwesenden Eltern zu Wort kommen, die sich nach Auskunft eines Gemeinderats gegenüber der JF „sehr emotional“ äußerten. Zuerst sprach die Elternsprecherin der betroffenen Klasse 9b. Sie schilderte zunächst die Vorgänge und „bestätigte die Richtigkeit der Medienberichte in Gänze“, wie der Gemeinderat sagte.
Elternsprecherin: „Linkslastig, Anti-AfD-Hetze, Gay-Pornographie“
Dabei betonte die Mutter vor allem das Verlangen der Projektleiter, dass die Kinder sich statt ihrer Namen non-binäre Pronomen aussuchen sollten, sowie „linkslastige Äußerungen, Anti-AfD-Hetze sowie Gay-Pornographie“. Neben homosexuellen Pornofotos von Männern, die der JF vorliegen, hatten die Projektleiter auch Flyer mit Slogans wie „Fuck AfD“ und „Höcke ist ein Nazi“ auf dem Fußboden ausgebreitet.
Die Frau berichtete auch, ursprünglich sei vorgesehen gewesen, dass der Sozialarbeiter der Schule als Aufsicht anwesend sein sollte. Aus nicht geklärten Gründen sei dieser jedoch an diesem Tag nicht erschienen. Ein Hauptkritikpunkt der Eltern lautet, wie die JF berichtete, dass der Schulleiter die Aktivisten zwar ins Klassenzimmer gebracht hätte, die Schüler dann aber mit diesen allein gelassen habe.
Anschließend äußerte ein Vater sehr betroffen, wie unglaublich das Geschehene sei. Er forderte Konsequenzen an der Schule. Ein anderer Vater fragte, ob Schulleiter Rehor von seinem Amt suspendiert werde. Bürgermeister Funda antwortete, dass er „keine Kenntnisse zu schulischen Maßnahmen“ habe, wie der Gemeinderat der JF berichtete.

Danach erklärte eine Polizistin den Gemeinderäten und den zahlreichen Besuchern, dass Ermittlungen liefen und die verschiedenen Anzeigen von Eltern zu einer Anzeige zusammengefasst worden seien. Dabei geht es um Paragraph 184 Strafgesetzbuch, der das Zeigen von Pornographie an Minderjährige mit bis zu einem Jahr Gefängnis oder Geldstrafe sanktioniert.
Wie die JF recherchiert hat, wurden die Aktivisten, die die Pornofotos ausbreiteten, von der linkslastigen und mit Steuergeldern finanzierten Amadeu Antonio Stiftung in Berlin gefördert.





