Anzeige
Anzeige

Auch 70jährige wären betroffen: Präsident des Reservistenverbandes forderte höhere Altersgrenze

Auch 70jährige wären betroffen: Präsident des Reservistenverbandes forderte höhere Altersgrenze

Auch 70jährige wären betroffen: Präsident des Reservistenverbandes forderte höhere Altersgrenze

Berlin, Deutschland: Deutscher Bundestag: 33. Bundestagssitzung: Bastian Ernst, CDU. Er ist diesen Monat zum Präsidenten des Reservistenverbandes gewählt worden.
Berlin, Deutschland: Deutscher Bundestag: 33. Bundestagssitzung: Bastian Ernst, CDU. Er ist diesen Monat zum Präsidenten des Reservistenverbandes gewählt worden.
Der Chef des Reservistenverbandes, Bastian Ernst: Setzt auf „junge Frauen“. Foto: picture alliance / dts-Agentur | –
Auch 70jährige wären betroffen
 

Präsident des Reservistenverbandes forderte höhere Altersgrenze

Bisher lag das Höchstalter für Reservisten bei 65 Jahren. Der neue Präsident des Reservistenverbandes will das ändern. Dabei weiß er gar nicht, wie viele Personen von der Umstellung betroffen wären.
Anzeige

BERLIN. Der neue Präsident des Reservistenverbandes, Bastian Ernst (CDU), hat eine Erhöhung der Altersgrenze für Reservisten von 65 auf 70 Jahre gefordert. „Wir sollten diese Ressourcen von Menschen mit Lebens- und Berufserfahrung nicht verschwenden“, sagte er in einem Interview mit dem RND. „Und wenn wir auf Seite der Jungen ein Nachwuchsproblem beklagen, dann sollten wir an der anderen Seite der Alterspyramide ebenfalls nachbessern.“

Der 39jährige verwies auf das Renteneintrittsalter, das in der Vergangenheit ebenfalls gestiegen sei. Zudem sprach er sich dafür aus, im Bereich der Reserve Bürokratie abzubauen und auf Digitalisierung zu setzen. Dadurch sollen „vor allem mehr junge Frauen“ in die Bundeswehr eintreten.

Für mehr Reservisten ignoriert CDU-Abgeordneter den Datenschutz

Unterdessen kündigte Ernst – der auch Bundestagsabgeordneter ist – an, die Rechte der Arbeitgeber einschränken zu wollen. „Sie sollten kein Einspruchsrecht haben, wenn Reservisten zu Übungen eingezogen werden sollen.“ Ehemalige Soldaten sollten aber weiterhin selbst entscheiden können, ob sie an den Übungen teilnehmen oder nicht. Es müsse ein Plan entworfen werden, wie oft ein Reservist pro Jahr üben könnte, an dem sich auch der jeweilige Arbeitgeber orientieren könnte. „Ein sicheres Deutschland ist auch im Interesse der Unternehmen. Und ohne Reservisten wird es eng mit der Abschreckung.“

Wie viele Reservisten von diesen neuen Regeln betroffen wären, weiß Ernst nicht. „Das weiß das Verteidigungsministerium nicht genau und ist auch gar nicht so einfach festzustellen.“ Bis zu neun Millionen Menschen hätten beim Bund gedient. Davon wären aber lediglich 60.000 Reservisten „von der Bundeswehr fest eingeplant und damit schnell verfügbar“. In Zukunft solle die Zahl der Reservisten geklärt werden. „Da wird man mit den Einwohnermeldeämtern zusammenarbeiten müssen – selbst wenn das Datenschutzprobleme aufwirft.“

Um zu zeigen, wie gering diese Anzahl sei, zog Ernst einen Vergleich mit Finnland. Das Land „schafft es, im Verteidigungsfall 500.000 Soldaten zu mobilisieren“, sagte der der Politiker. Dabei habe Finnland kaum mehr Einwohner als Berlin. „Uns war zuletzt gar nicht mehr bewusst, warum wir überhaupt eine Bundeswehr haben. Jetzt ist die Bedrohung so groß, dass wir sie dringend brauchen.“ (mas)

Der Chef des Reservistenverbandes, Bastian Ernst: Setzt auf „junge Frauen“. Foto: picture alliance / dts-Agentur | –
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles