MAGDEBURG. Der Kabarettist und Schauspieler Dieter Hallervorden hat es als „Schädlingsbekämpfung“ bezeichnet, die AfD nicht zu wählen. „Leute, ich bin ja sehr erfolgreich in der Schädlingsbekämpfung. Wie ich das mache? Ich wähle einfach nicht die AfD. Versuchen Sie es mal – das hilft“, sagte der Kabarettist jüngst in einem Kurzfilm auf der Plattform TikTok. Dafür erhielt er 210.000 Aufrufe und knapp 30.000 „Gefällt mir“-Reaktionen.
@dieterhallervordentiktokIch bin ja sehr erfolgreich in….
Seit Wochen engagiert sich Hallervorden im Wahlkampf gegen die Partei von Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt. In einem weiteren Video auf seinem offiziellen Kanal fordert er die Zuschauer dazu auf, die „rechte AfD links liegen“ zu lassen. „Kleiner Tip für Leute, die manchmal ihren Denkapparat nutzen“, sagt er dazu. In einem anderen vergleicht der 90jährige die AfD mit einem Feuersturm: „Wer schweigt und nichts dagegen tut und dem Feuer einfach den Rücken kehrt, verbrennt sich irgendwann den Hintern und weiß dann plötzlich nicht, wie er auf seinen verkohlten Pobacken sitzen kann.“
Hallervorden beschimpfte Merz beim CDU-Auftritt
Zudem war mehrfach bei den Wahlkampfveranstaltungen der CDU aufgetreten, um Ministerpräsident Sven Schulze zu unterstützen. Dieser aber distanzierte sich Anfang August von Hallervordens Auftritten (JF berichtete).
Dabei hatte der Kabarettist ein Lied gegen Schulzes Parteikollegen und Bundeskanzler Friedrich Merz sowie dessen Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), den er „Kriegsminister“ nannte, gesungen. Im Hintergrund ließ er ein Video einspielen, auf dem eine Demonstration mit dem Plakat „Stoppt den Völkermord in Gaza“ zu sehen war. Die Distanzierung der neuen CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann wies er zurück. „Uns alle wird es noch geben, wenn Frau Hoppermann abgewählt ist“, sagte er während eines Auftritts.
Allen Umfragen zufolge würde die CDU die Landtagswahl am 6. September verlieren. Laut Insa kommt die Partei von Schulze auf lediglich 22 Prozent, während die AfD mit 42 Prozent vorne liegt. In den Landtag zögen zudem die Linkspartei mit 13 Prozent, die SPD mit sechs Prozent und das BSW mit fünf Prozent ein. Damit wäre nur eine Allparteienkoalition gegen die AfD möglich. (kuk)






