BERLIN. Die AfD hat im neuen Insa-Sonntagstrend einen Rekordwert erreicht und ihren Vorsprung auf die Union weiter ausgebaut. So kommt die Partei in der Erhebung auf 29 Prozent und liegt damit sieben Prozentpunkte vor CDU/CSU. Die Union fällt auf 22 Prozent.
Damit setzt sich der Abwärtstrend der Union fort. Mitte April hatte sie bei Insa noch bei 25 Prozent gelegen, während die AfD damals 26 Prozent erreichte. Noch einen Monat zuvor lagen CDU und CSU leicht vor der AfD.

Auch die SPD verliert weiter. Die Sozialdemokraten fallen um einen Punkt auf zwölf Prozent und werden damit von den Grünen überholt, die um 1,5 Punkte auf 14 Prozent zulegen. Die Linkspartei sinkt auf zehn Prozent, FDP und BSW kommen nur noch auf jeweils drei Prozent und würden damit den Einzug in den Bundestag deutlich verfehlen. Die sonstigen Parteien steigen auf insgesamt sieben Prozent.
Auch andere Umfrage sieht AfD auf Rekordkurs
Die schwarz-rote Bundesregierung kommt zusammen nur noch auf 34 Prozent. Bei der Bundestagswahl im Februar 2025 hatten Union und SPD zusammen noch knapp 45 Prozent der Zweitstimmen erhalten. Die Partei von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht unter anderem wegen der anhaltenden Wirtschaftskrise und interner Streitigkeiten mit dem Koalitionspartner SPD unter Druck. Rufe nach Neuwahlen wurden zuletzt lauter (JF berichtete).

Für die Insa-Erhebung wurden 1.203 Personen online und telefonisch befragt. Die maximale Fehlertoleranz liegt laut dem Institut bei 2,9 Prozentpunkten.
Bereits wenige Tage zuvor hatte auch eine YouGov-Umfrage einen deutlichen Vorsprung der AfD vor der Union ausgewiesen (JF berichtete). Darin kam die AfD auf 28 Prozent und damit auf den höchsten je von YouGov für die Partei gemessenen Wert. CDU und CSU erreichten nur noch 22 Prozent. (ag)





