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Nach dem Plan der Künstlerin soll ein 30 Meter hohes Ei vor dem Dom an die Kölner Silvesternacht 2015/2016 erinnern (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa | Markus Boehm
Nach dem Plan der Künstlerin soll ein 30 Meter hohes Ei vor dem Dom an die Kölner Silvesternacht 2015/2016 erinnern (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa | Markus Boehm

30 Meter hohes Ei
 

Künstlerin will Denkmal für Kölner Silvesternacht vor Dom aufstellen

KÖLN. Zur Erinnerung an die sexuellen Übergriffe während der Kölner Silvesternacht 2015/2016 hat die Künstlerin Birgitt E. Morrien die Errichtung eines Denkmals angeregt. „Die Zeit ist reif für einen sehr starken Impuls an der Stelle“, sage sie laut Kölner Stadt-Anzeiger.

Nach ihren Plänen soll vor dem Kölner Dom ein 30 Meter hohes Ei aus Kalksandstein aufgestellt werden. Sie verstehe die Skulptur als ein Symbol der Weiblichkeit, der Zukunft und der Hoffnung. Es sei zugleich fragil und stabil, begründete Morrien, die auch als Autorin und Beraterin arbeitet, ihren Entwurf. Außerdem werde durch den Ort vor dem Dom ein Bezug zur katholischen Kirche hergestellt, die Frauen von wichtigen Ämtern ausschließe.

Kölner Silvesternacht löste Debatte über Asylbewerber aus

Ein Sprecher der Stadt Köln erteilte dem Projekt unterdessen indirekt eine Absage. Da die Kathedrale zum Unesco-Weltkulturerbe stehe, würden auch auf der Domplatte nur Aktionen erlaubt, die einen direkten Bezug zu dem Gotteshaus hätten.

Während des Jahreswechsels vor fünf Jahren war es rund um den Dom in der Rheinmetropole zu massenhaften sexuellen Übergriffen auf Frauen gekommen. Die Tatverdächtigten waren zum großen Teil Asylbewerber aus Nordafrika. Die Vorfälle hatten zu einer Diskussion über die Migrationspolitik der Bundesregierung geführt. Die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) riet Frauen daraufhin, eine Armlänge Abstand zu fremden Männern zu halten. (ag)

Nach dem Plan der Künstlerin soll ein 30 Meter hohes Ei vor dem Dom an die Kölner Silvesternacht 2015/2016 erinnern (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa | Markus Boehm
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