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Alice Weidel
AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel Foto: picture alliance/ dpa

„Nazi-Schlampe“
 

NDR rechtfertigt Beleidigung gegen Alice Weidel

HAMBURG. Der NDR hat sich geweigert, einem Unterlassungsbegehren der AfD-Politikerin Alice Weidel nachzukommen. In der NDR-Satiresendung extra 3 hatte Komiker Christian Ehring die Spitzenkandidatin der Partei für die Bundestagswahl als „Nazi-Schlampe“ bezeichnet. Weidel hatte auf dem AfD-Bundesparteitag in Köln gefordert, die politische Korrektheit gehöre auf den Müllhaufen der Geschichte. Ehring sagte darauf in der Sendung: „Jawohl. Schluß mit der politischen Korrektheit, laßt uns alle unkorrekt sein. Da hat die Nazi-Schlampe doch recht.“

Der NDR rechtfertigte sich: „Mit seiner satirischen Überspitzung“ zeige Ehring die Konsequenzen dieser Forderung auf, daß nämlich ohne politische Korrektheit die Beschimpfung von Menschen wieder salonfähig werden könnte. Zu keinem Zeitpunkt hätten er oder die Redaktion Weidel persönlich beleidigen wollen.

 Steinbach: Rufvernichtende Beleidigung

AfD-Pressesprecher Christian Lüth hat eine Klage gegen Ehring angekündigt. „Wir gehen dagegen juristisch vor. Das wird teuer für diesen GEZ-Primitivling. AfD wählen!“ schrieb er auf Twitter. Die parteilose Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach verteidigte Weidel: „‘Nazi-Schlampe’ ist weder politisch korrekt noch inkorrekt. Es ist eine üble, rufvernichtende Beleidigung.“

Weidels Kollege im Bundesvorstand, Andre Poggenburg, schrieb, es sei nicht hinnehmbar, „daß ein öffentlich-rechtlicher Sender, der aus Zwangsgebühren der deutschen Bürger finanziert wird, seine Stellung für massive Beleidigungen einer offensichtlich mißliebigen politischen Funktionsträgerin mißbraucht!“ Dies zeige, daß die AfD und ihre Landtagsfraktionen ganz richtig lägen mit ihrer Forderung nach einer umfassenden Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. (tb)

AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel Foto: picture alliance/ dpa
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