Polizeiführer packt aus

Sex-Attacken in Köln: „Frau Merkel hat mich eingeladen“

KÖLN. Entgegen der Polizeimeldungen hat die Kölner Polizei während der Gewaltexzesse doch 15 Asylbewerber vorläufig festgenommen. „Von diesen Personen waren 14 aus Syrien und eine aus Afghanistan. Das ist die Wahrheit. Auch wenn sie schmerzt“, sagte ein Polizeiführer dem Kölner Express. Diese Personen seien „definitiv erst wenige Tage oder Wochen“ in Deutschland gewesen. „Ich habe junge Frauen weinend neben mir gehabt, die keinen Slip mehr trugen, nachdem die Meute sie ausgespuckt hatte. Das waren Bilder, die mich schockiert haben und die wir erstmal verarbeiten mussten.“

Damit widerspricht der Beamte der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos), die am Dienstag behauptet hatte, es gäbe keine Hinweise auf eine Beteiligung von Flüchtlingen an den massiven sexuellen Übergriffen. In einem internen Polizei-Protokoll heißt es laut Bild-Zeitung zudem: „Die Einsatzkräfte konnten nicht allen Ereignissen, Übergriffen, Straftaten usw. Herr werden, dafür waren es einfach zu viele zur gleichen Zeit.“

„Einige Tausend, meist männliche Personen mit Migrationshintergrund“

Die Einsatzkräfte seien von „von aufgeregten Bürgern mit weinenden und unter Schock stehenden Kindern über die Zustände im und um den Bahnhof informiert“ worden. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich „einige Tausend, meist männliche Personen mit Migrationshintergrund“ auf dem Platz vor dem Dom aufgehalten.

Gegen 22.45 Uhr sei die Situation eskaliert: „Frauen mit Begleitung oder ohne durchliefen einen im wahrsten Sinne ‘Spießrutenlauf’ durch die stark alkoholisierten Männermassen, wie man es nicht beschreiben kann.“ Opfer und Zeugen seien durch die Araber massiv eingeschüchtert worden.

Auf Platzverweise durch die Polizei hätten die Ausländer mit Bemerkungen wie „Ich bin Syrer, ihr müßt mich freundlich behandeln! Frau Merkel hat mich eingeladen“ reagiert, heißt es in dem Protokoll. Unterdessen ist die Anzahl der Anzeigen auf rund 150 angestiegen. Dreiviertel davon haben eine sexuelle Komponente. Die Pressestelle der Kölner Polizei war für Presseanfragen nicht erreichbar. (ho)

Szenen vor dem Hauptbahnhof: Es gab doch Festnahmen Foto: dpa

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