Asylkrise

Hofreiter attackiert CSU wegen Forderung nach Obergrenze

BERLIN. Der Vorsitzende der Grünen-Bundestagsfraktion, Anton Hofreiter, hat der CSU vorgeworfen, durch ihre Position in der Asylkrise rechte Parteien zu fördern. „Horst Seehofer stärkt mit seinen Parolen die Parteien am rechten Rand“, sagte Hofreiter Welt Online.

Kritik äußerte der Grünen-Politiker auch an dem Ruf nach einer Obergrenze bei der Aufnahme von Asylsuchenden. „Hinter der Forderung der CSU nach einer Obergrenze für den Flüchtlingszuzug steckt eine boshafte Form der Naivität. Zum einen wird durch solche Forderungen die Hilfsbereitschaft in der Gesellschaft kaputtgeredet. Zum anderen wird der falsche Eindruck erweckt, es kämen dann weniger Flüchtlinge zu uns.“

Niemand könne ihm die Frage beantworten, was mit den Asylsuchenden geschehen solle, die kämen, wenn eine ausgerufene Obergrenze erreicht sei. „Werden die dann nach Syrien zurückgeschickt? Oder niedergeknüppelt wie in Ungarn?“ Wenn Deutschland gewisse humane Standards aufrechterhalten wolle, sei eine Obergrenze nicht umsetzbar. (krk)

Anton Hofreiter: Der Grünen-Fraktionschef wirft der CSU vor, rechte Parteien zu stärken Foto: picture alliance/dpa

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