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Nach Kirchenbrand
 

Garbsener Bürger weiter in Angst

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Die ausgebrannte Willehadi-Kirche: Das Werk einer ausländischen Jugendbande? Foto: JF

GARBSEN. Auch fast zwei Wochen nach dem Brand der Willehadi-Kirche im niedersächsischen Garbsen kommt die Stadt nicht zur Ruhe. Am Freitag lud Bürgermeister Alexander Heuer (SPD) die Garbsener zu einer Bürgerversammlung in den Problemstadtteil „Auf der Horst“ ein, in dem auch die niedergebrannte Kirche steht. Dabei ließen die Bürger, die seit Jahren unter dem Terror ausländischer Jugendgangs leiden, ihrer Empörung freien Lauf.

Der Hauptvorwurf gegen die Polizei und den Bürgermeister war, die Stadt ginge nicht in ausreichendem Maß gegen die Jugendgang-Problematik vor. „Es herrscht Angst“, beschrieb eine Bewohnerin des Stadtteils die Gefühle der meisten Anwohner. Eine junge Mutter rief dem Bürgermeister zu: „Es wird immer schlimmer, ich kriegs tagtäglich mit, ich hab kleine Kinder. Vor ein paar Tagen haben die Jugendlichen Steine auf meinen Balkon geworfen.“ Nun habe sogar die Streife der Polizei abends weiter nachgelassen.

Bürgermeister verspricht Streetworker

Bürgermeister Heuer versuchte hingegen, die Bürger zu beruhigen. „Es werden vier neue Fachkräfte eingestellt“, untermauerte er seine Absicht, das Problem mit Streetworkerm in den Griff zu bekommen. Auch solle man „nicht alles schlecht reden“. Das Empfinden der Anwohner, es sei in den vergangenen Jahren immer schlimmer geworden, halte er für „objektiv einfach falsch“. In den vergangenen Jahren habe es große Erfolge gegeben. „Ich lasse mir deswegen meinen Optimismus nicht nehmen.“

Gleichzeitig gab der Bürgermeister zu, sich selbst nicht mehr durch das Sperberhorst-Viertel zu trauen, dem Treffpunkt der Bande. „Vor einem Jahr bin ich da noch durchgegangen, neulich, vor einigen Wochen, war ich wieder dort, habe das aber auch nicht mehr gemacht.“ Selbst der Moscheeverein rate ab, das Viertel nach einer bestimmten Zeit noch zu betreten, sagte Heuer.

Warnung vor Vorverurteilung

Zudem ermahnte er die Bürger, die Täter nicht vorschnell im Kreis der Jugendbande zu vermuten. „Wir sollten nicht so tun, als wüßten wir, wer es war, und hier Leute verdächtigen.“ Seit Jahresbeginn kam es in dem Ort zu über 30 Brandstiftungen, mehrere Anwohner berichteten, ausländische Jugendliche am Tatort gesehen zu haben. (tb)

> Ein ausführlicher Bericht über die Stimmung in Garbsen erscheint am Donnerstag in der kommenden Ausgabe der JF

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