Linksextreme Gewalt in Berlin verdreifacht

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Ausgebrannter Smart in Berlin-Friedrichshain Foto: Pixelio/Kürbiskern

BERLIN. Die Zahl der linksextremen Straftaten in Berlin ist in diesem Jahr stark angestiegen. Laut dem Berliner Polizeipräsidenten Dieter Glietsch habe sich die politisch motivierte Kriminalität von Links verdoppelt, berichtet die Nachrichtenagentur ddp.

Die linksextremen Gewalttaten hätten sich nach Angaben Glietschs sogar verdreifacht. Dies liege vor allem an den zahlreichen Brandanschlägen auf Autos in der Hauptstadt. Berlin wird seit über einem Jahr von einer regelrechten Brandserie heimgesucht. Auch über die Weihnachtstage brannten wieder mehrere Autos. Die Polizei vermutet die Täter im linksextremen Milieu.

Die politisch motivierte Kriminalität von rechts, vor allem bei den Gewaltdelikten, sei laut dem Polizeipräsidenten dagegen stark gesunken.

Verfassungsschutz soll linksextreme Szene stärker beobachten

Erst in der Nacht zu Sonntag hatten vermutlich Linksextremisten einen Anschlag auf die Geschäftsstelle der Deutschen Polizeigewerkschaft im Berliner Stadtteil Moabit verübt. Die Täter zündeten mehrere Gaskartuschen vor der Geschäftsstelle. Durch die Explosion entstand Sachschaden. Auf Grund von Schriftzügen mit politischem Inhalt an dem Gebäude hat der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen.

Unterdessen berichtet der Focus, daß sich die Sicherheitsbehörden in Zukunft verstärkt der linksextremen Szene widmen wollen. Hintergrund sei eine entsprechende Anweisung von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Das Bundesamt für Verfassungsschutz habe bereits einen entsprechenden Arbeitsauftrag erhalten.

Danach solle bis Mitte Januar ein detaillierter Bericht über die linksextremen und linksradikalen Gruppen in Deutschland erstellt werden. Im Bundesinnenministerium sei von einem „Paradigmenwechsel“ die Rede, heißt es in dem Bericht. Allerdings solle aus Personalnöten im Gegenzug die Beobachtung des Islamismus zurückgefahren werden. (krk)

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