Linke verhöhnen erneut gefallene Soldaten

BW-Hass
Bericht auf dem linksextremen Internetportal „Indymedia“ Screenshot: JF

HANNOVER. Nachdem in der vergangenen Woche ein Plakat für Aufsehen gesorgt hatte, auf dem Linksextremisten gefallene Bundeswehrsoldaten verhöhnen, ist jetzt eine weitere Aktion von Bundeswehrgegnern bekannt geworden.

Demnach haben ebenfalls in der vergangenen Woche unter dem Motto „Wieder einer weniger“ in Hannover Demonstranten gegen den Krieg in Afghanistan protestiert und den Tod eines deutschen Soldaten gefeiert.

Erst in der vergangenen Woche hatte ein Plakat des „Berliner Büros für antimilitaristische Maßnahmen“ (Bamm) für Streit gesorgt, auf dem der Tod eines Bundeswehrsoldaten als „konkrete Maßnahme“ zur Verkleinerung der Bundeswehr bezeichnet wird.

„Wieder einer weniger“

Ein Sprecher des Bamm, René Schulz, hatte in einer Presseerklärung das Plakat als „satirisch-kritisch“ verteidigt. Der Vorwurf der Menschenverachtung gehe „ins Leere“. „Menschenverachtend sind nicht Plakate, sondern der Krieg!“ Dennoch bezeichnete Schulz Soldaten als „ehrlos“, die einen Krieg „ohne Not“ führen würden.

„Wir wollen nicht die besseren StaatsbürgerInnen sein, sondern das Ansehen der BRD und ihrer Armee herabsetzen“, heißt es zum Selbstverständnis von Bamm. Auf der Seite wurde inzwischen ein Text von Harald Schulze veröffentlicht, der nicht Empörung über das – nach wie vor verfügbare – Plakat, sondern Empörung „über Vergewaltigung durch deutsche Soldaten“ oder „die Ermordung von Frauen und Kindern durch Bundeswehrsoldaten“ empfahl.

Auch in einem auf dem linken Internet-Portal „Indymedia“ veröffentlichten Bericht über die Demonstration wurde von „Morden“ der Bundeswehr an Zivilisten gesprochen. „Das heißt nicht, daß wir Anschläge auf BundeswehrsoldatInnen gutheißen“, heißt es im Bericht. Die veröffentlichten Fotos sprechen allerdings eine andere Sprache.

Kritik auch von Links

Auf Transparenten sind Sprüche zu lesen wie „Kein Frieden mit der Bundeswehr – wieder einer weniger“ und „Bundeswehr heißt Folter, Bundeswehr heißt Mord“. Auf einem Transparent ist das Bild eines Geländewagens mit der Aufschrift „Kriegsgerät interessiert uns brennend“ zu lesen – eine Anspielung auf die zahlreichen Brandanschläge auf Fahrzeuge, gerade der Bundeswehr.

Auch in linken Kreisen gelten die Kampagnen als fragwürdig. So veröffentlichte der Chefredakteur von Radio Utopie, Daniel Neun, unter der Überschrift „Die miesesten Linken der Welt“ einen Beitrag, der die Arbeit von Bamm kontraproduktiv nennt und in dem es unter anderem heißt: „In keinem anderen Land wäre so etwas denkbar. Nur in der deutschen Linken, die sich selbst teilweise antideutsch nennt.“

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