Anti-Islamisierungskongreß endet nach massiven Behinderungen

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Einladung von Pro Köln zum Anti-Islamisierungskongreß
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Linksextremisten blockieren in der Kölner Altstadt…
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… den Zugang zum Heumarkt

KÖLN. Der von der Bürgerbewegung Pro Köln organisierte Anti-Islamisierungskongreß von Islamkritikern aus ganz Europa ist am Mittag angesichts von Übergriffen und Blockaden durch Linksextremisten vorzeitig zu Ende gegangen.

Zuvor hatte der Kölner Polizeipräsident Klaus Steffenhagen die auf dem Kölner Heumarkt geplante Hauptkundgebung aus Sicherheitsgründen verboten. Zu diesem Zeitpunkt war es erst rund 100 Teilnehmern des Kongresses gelungen, auf den von Linksextremisten blockierten Platz zu gelangen. Dennoch hatte die Kundgebung bereits begonnen.

Der Pro-Köln-Politiker Manfred Rouhs warf der Polizei Versagen vor. Obwohl die Sicherheitskräfte seit Monaten über die Veranstaltung informiert waren, seien sie nicht in der Lage gewesen, den Ablauf zu garantieren. Das Verbot der Kundgebung bezeichnete er als „nicht nachvollziehbar“.

Gegendemonstranten blockieren Gleise

Mehrere hundert Islamkritiker saßen gleichzeitig am Flughafen Köln/Bonn fest. Die von dort geplante Anreise mit der Bahn scheiterte, nachdem Gegendemonstranten die Gleise blockiert hatten und die Polizei auch hier nicht mehr für die Sicherheit garantieren wollte. Am frühen Morgen hatten zudem Unbekannte einen Brandanschlag auf eine Signalanlage der Bahn verübt.

Auf der Veranstaltung auf dem Heumarkt, zu der Pro Köln ursprünglich 1.500 Teilnehmer erwartet hatte, sollten unter anderem FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky, der FPÖ-Europaabgeordnete Andreas Mölzer, der Fraktionsvorsitzende des Belgischen Vlaams Belang, Filip Dewinter, sowie der parteilose Bundestagsabgeordnete Henry Nitzsche sprechen.

Der Vorsitzende von Pro Köln, Markus Beisicht, machte den Kölner Oberbürgermeister Fritz Schramma für die Eskalation der Sicherheitslage in der Domstadt verantwortlich. Schramma, der als einziges CDU-Mitglied im Kölner Stadtrat für den Bau der Großmoschee im Stadtteil Ehrenfeld gestimmt hatte, hatte die islamkritischen Kongreß in den vergangenen Wochen mehrmals heftig kritisiert.

„Verfaulten Clique des Eurofaschismus“

Auf einer Gegenkundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes vor dem Kölner Dom griff der CDU-Politiker am Samstag die Teilnehmer des Kongresses erneut scharf an. „Diese braunen Biedermänner sind in Wahrheit Brandstifter, Rassisten im bürgerlichen Zwirn, subtile Angstmacher“, sagte Schramma. „Dieser verfaulten Clique des Eurofaschismus, diesen Haiders und Le Pens, und wie sie alle heißen, rufe ich zu: Da ist der Ausgang, da geht’s nach Hause!“ Er wertete den Kongreß, gegen den am Samstag in Köln mehrere tausend Menschen demonstrierten, als „Pleite“.

Bereits am Freitag war es zu Angriffen von Linksextremisten auf die Teilnehmer des Anti-Islamisierungskongresses gekommen. Dabei war ein von Pro Köln angemietetes Schiff mit Steinen beworfen worden.

Die Polizei erweckte bei dieser und bei anderen Gelegenheiten bei den Islamkritikern mehrfach den Eindruck, als arbeite sie mit den Kongreßgegnern zusammen, um die Veranstaltung zu behindern beziehungsweise zu verhindern. Auch gibt es Hinweise darauf, daß Journalisten, die über den Kongreß berichteten, ihre Informationen direkt an Gewalttäter weitergegeben haben.

Die Veranstalter des islamkritischen Kongresses kündigten unterdessen an, das Verhalten der Polizei von einem Gericht überprüfen zu lassen. Sollte das Verbot der Veranstaltung auf dem Heumarkt rechtswidrig gewesen sein, werde man den Kongreß wiederholen.

Weitere Meldungen zum Anti-Islamisierungskongreß:

> Pro-Köln-Chef: „Wir kommen wieder“

> Linksextremisten und Polizei behindern Anti-Islamkongreß

> „Rechtsradikaler Vorfall“ war Angriff von Linksextremisten

> Gewalt in Köln: FPÖ schaltet Außenministerium ein

> Anti-Islamkongreß: Le Pen und Strache sagen Teilnahme ab

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