Anzeige
Anzeige

„Ermittlungsgruppe Spannung“: Anschlag auf Berliner Stromnetz: Razzia gegen linksextreme Szene

„Ermittlungsgruppe Spannung“: Anschlag auf Berliner Stromnetz: Razzia gegen linksextreme Szene

„Ermittlungsgruppe Spannung“: Anschlag auf Berliner Stromnetz: Razzia gegen linksextreme Szene

Am frühen Dienstagmorgen schlägt die Polizei mit einer Großrazzia gegen Linksextreme in Berlin zu. Symbolbild: picture alliance / Maximilian Koch | Maximilian Koch
Am frühen Dienstagmorgen schlägt die Polizei mit einer Großrazzia gegen Linksextreme in Berlin zu. Symbolbild: picture alliance / Maximilian Koch | Maximilian Koch
Am frühen Dienstagmorgen schlägt die Polizei mit einer Großrazzia gegen Linksextreme in Berlin zu. Symbolbild: picture alliance / Maximilian Koch | Maximilian Koch
„Ermittlungsgruppe Spannung“
 

Anschlag auf Berliner Stromnetz: Razzia gegen linksextreme Szene

Großrazzia in Berlin: Die Polizei geht gegen mutmaßliche linksextreme Strom-Saboteure vor. 15 Objekte werden durchsucht. Hintergrund sind Anschläge, die zehntausende Haushalte lahmlegten.
Anzeige

BERLIN. Die Polizei hat am frühen Dienstagmorgen eine groß angelegte Razzia gegen mutmaßliche linksextreme Strom-Saboteure durchgeführt. Nach ersten Informationen stehen die Maßnahmen im Zusammenhang mit den schweren Anschlägen auf die Energieversorgung in der Hauptstadt (die JF berichtete). Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurden stadtweit 15 Objekte durchsucht, unter anderem in Kreuzberg und Wedding.

Ziel der Einsätze war die Sicherstellung von Beweismaterial. Festnahmen oder Haftbefehle gab es demnach nicht.

Im Fokus steht laut Bild die „Ermittlungsgruppe Spannung“ beim Landeskriminalamt. Sie hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Spuren ausgewertet und Tatverdächtige identifiziert. Die Razzia gilt als vorläufiger Höhepunkt der Ermittlungen zu mehreren Sabotageakten gegen die Stromversorgung. Ausgangspunkt ist ein Brandanschlag vom 9. September 2025 in Johannisthal. Unbekannte Täter hatten dort zwei Strommasten angezündet. Der anschließende Stromausfall traf 50.000 Haushalte sowie zahlreiche Betriebe. Besonders betroffen war der Technologiepark Adlershof, in dem 1300 Unternehmen zeitweise ohne Strom waren.

Linksextreme verfassten mutmaßliches Bekennerschreiben

Noch am selben Tag erschien auf der linksextremistischen Plattform „indymedia“ ein Bekennerschreiben. Die Autoren, die sich als „Einige Anarchisten“ bezeichneten, erklärten, ihr Angriff habe sich gezielt gegen den Technologiepark gerichtet. Zugleich wurde ausdrücklich dazu aufgerufen, kritische Infrastruktur anzugreifen.

Ein weiterer Anschlag folgte am 3. Januar 2026 in Lichterfelde. Dort wurden Stromleitungen an einer Kabelbrücke zerstört. Die Folge: 45.000 Haushalte und 2200 Betriebe im Berliner Südwesten waren von der Versorgung abgeschnitten. Teilweise mussten Bewohner, darunter auch Pflegebedürftige, in Notunterkünfte gebracht werden. Auch zu dieser Tat bekannten sich mutmaßlich linksextreme Täter. In mehreren Schreiben, die der sogenannten „Vulkangruppe“ zugeschrieben werden, wurde zu weiteren Angriffen aufgerufen. (rr)

Am frühen Dienstagmorgen schlägt die Polizei mit einer Großrazzia gegen Linksextreme in Berlin zu. Symbolbild: picture alliance / Maximilian Koch | Maximilian Koch
Anzeige
Anzeige

Der nächste Beitrag

ähnliche Themen
aktuelles