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Anja Arndt, AfD

„Schrecklich“: Zentrum der deutschen Minderheit in Tschechien attackiert

„Schrecklich“: Zentrum der deutschen Minderheit in Tschechien attackiert

„Schrecklich“: Zentrum der deutschen Minderheit in Tschechien attackiert

NS-Symbolik auf dem Schaufenster eines Zentrums der deutschen Minderheit in Eger, Tschechien: Keine Versöhnung. Foto: Stadt Eger (Město Cheb)
NS-Symbolik auf dem Schaufenster eines Zentrums der deutschen Minderheit in Eger, Tschechien: Keine Versöhnung. Foto: Stadt Eger (Město Cheb)
NS-Symbolik auf dem Schaufenster eines Zentrums der deutschen Minderheit in Eger: Keine Versöhnung. Foto: Stadt Eger (Město Cheb)
„Schrecklich“
 

Zentrum der deutschen Minderheit in Tschechien attackiert

Eine Begegnungsstätte der in Tschechien lebenden Deutschen wird mit Hakenkreuzschmierereien beschmiert. Ein führender Minderheitsvertreter sieht einen Zusammenhang mit den Protesten gegen den Sudetendeutschen Tag.
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EGER. Die Landesversammlung der deutschen Vereine in der Tschechischen Republik hat den Vandalismusangriff auf ein deutsch-tschechisches Begegnungszentrum in Eger (Cheb) verurteilt. In der Nacht zum Mittwoch beschmierten unbekannte Täter die Schaufenster des Büros mit Hakenkreuzen. „Was geschehen ist, ist schrecklich“, sagte Landesversammlungschef Richard Neugebauer der Minderheitszeitung LandesEcho.

Demnach hängt der Angriff mit den Protesten der tschechischen Regierung gegen den Sudetendeutschen Tag in Brünn zusammen. „Die Hakenkreuz-Schmierereien sind das Ergebnis der politischen Stimmungsmache der letzten Wochen. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir uns nicht provozieren lassen.“ Die deutsche Minderheit setze sich seit Jahren für ein friedliches Miteinander zwischen Deutschen und Tschechen ein. „Entsprechend werden wir uns in Brünn auch präsentieren.”

Der Sudetendeutsche Tag soll erstmals in Tschechien stattfinden

Vergangene Woche hatte das tschechische Unterhaus mit Stimmen der Regierungsfraktionen eine Resolution verabschiedet, die sich gegen das Abhalten der Vertriebenentagung in Tschechien ausspricht. Sie war zuvor von der mit der AfD kooperierenden Partei „Freiheit und Direkte Demokratie“ (SPD) im Kabinett durchgesetzt worden. „Die Abgeordnetenkammer verurteilt kategorisch jegliche Äußerungen des historischen Revisionismus, die Relativierung der Nazi-Verbrechen und die Infragestellung der nachkriegsrechtlichen und vermögensrechtlichen Ordnung der Tschechischen Republik“, heißt es dort wörtlich.

Kritik am Vorstoß kam vom CSU-Fraktionschef im Bayerischen Landtag, Klaus Holetschek (JF berichtete). „Dass sich die tschechische Regierung auf einen Antrag verständigt hat, der die Veranstalter des Sudetendeutschen Tages zur Absage auffordert, ist bedauerlich und sendet ein falsches Signal“, hatte er vergangene Woche gesagt. Das Verhalten der Regierung in Prag entspreche demnach nicht den „vielen positiven Reaktionen in der tschechischen Gesellschaft“, die es seit der Bekanntmachung der Veranstaltung gegeben habe.

Die bayerische Staatsregierung hat den Sudetentag mit 300.000 Euro unterstützt. Er dient der Erinnerung an Herkunft, Vertreibung und Integration der Sudetendeutschen. Dabei handelt es sich um Deutsche aus Böhmen, Mähren und Sudetenschlesien. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurden in den Jahren 1945 und 1946 etwa drei Millionen Deutsche aus der damaligen Tschechoslowakei vertrieben und zwangsausgesiedelt, darunter aus Eger. (kuk/st)

NS-Symbolik auf dem Schaufenster eines Zentrums der deutschen Minderheit in Eger: Keine Versöhnung. Foto: Stadt Eger (Město Cheb)
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