ERFURT/DRESDEN. Nach Sachsen-Anhalt hat auch die sächsische AfD erstmals mehr als 40 Prozent in einer Sonntagsfrage überschritten. Würde die Landtagswahl im Freistaat am kommenden Sonntag stattfinden, käme die Partei von Jörg Urban auf einen Rekordwert von 42 Prozent. Das geht aus einer neuen Insa-Umfrage im Auftrag des Nachrichtenportals Nius hervor.

Die CDU des Ministerpräsidenten Michael Kretschmer käme auf 21 Prozent, genau die Hälfte des AfD-Stimmenanteils. Ihr Koalitionspartner, die SPD, bekam nur sechs Prozent, ebenso die Grünen. Bei der Wahl 2024 lag sie noch mit 31,9 Prozent knapp vorne. Drittstärkste Kraft wäre die Linkspartei, die in der Insa-Umfrage auf neun Prozent kommt. Damit überholt sie das BSW mit sieben Prozent. So müssten sich alle anderen Parteien gegen die AfD zusammenschließen, um eine Regierungsbildung ohne sie zu ermöglichen.
In Sachsen-Anhalt schließt CDU auch Linke nicht aus
Bei der Landtagswahl 2024 hatte die CDU noch mit 31,9 Prozent der Zweitstimmen vorne gelegen. Die AfD kam auf 30,6 Prozent, gefolgt vom BSW mit 11,8 Prozent, von der SPD mit 7,3 Prozent und den Grünen mit 5,1 Prozent. Die Linkspartei verfehlte mit 4,5 Prozent die Sperrklausel und zog nur durch den Gewinn zweier Direktmandate in Leipzig in den Landtag in Fraktionsstärke ein. Nachdem die Verhandlungen mit dem BSW gescheitert sind, bildete Kretschmer ein schwarz-rotes Minderheitskabinett unter Duldung der Linken und Grünen.
Die sächsische AfD ist der zweite Landesverband, der mehr als 40 Prozent in einer Sonntagsfrage erreichte. In Sachsen-Anhalt käme die Partei laut Insa ebenfalls auf 42 Prozent (JF berichtete). Sollte das Ergebnis bei der Wahl am 6. September wie prognostiziert ausfallen, wäre damit keine Mehrheit gegen die AfD ohne die Linkspartei möglich. Vergangene Woche hatte sich der CDU-Landesvize André Schröder offen für eine Zusammenarbeit mit der Linken gezeigt. (kuk)







