WIEN. In vielen Schulen in Wien hat ein Großteil der Schüler muslimischen Hintergrund (die JF berichtete). Besonders brisante Zustände herrschen an einer Mittelschule, aus der das Magazin Profil berichtet. Dort sind 230 von 390 Kindern Moslems. In den Klassen dominiert damit eine einzige Kultur – mit spürbaren Folgen für den Alltag. In einer ersten Klasse ist ein Junge der einzige Christ.
Mitschüler sollen ihn laut des Berichts deshalb wiederholt verspottet und mit beleidigenden Begriffen überzogen haben. So würde er in der gesamten Schule etwa als „Schwein“ bezeichnet.
Religiöse Praktiken prägen zunehmend den Schulbetrieb. Während des Ramadan fasteten viele Kinder, teils bereits ab dem Grundschulalter. Das führte laut Report zu Müdigkeit, Konzentrationsproblemen und Leistungsabfall. Selbst Unterrichtseinheiten wie Schwimmen wurden verweigert, aus Angst, Wasser zu schlucken und damit das Fasten zu brechen. Ein von der Schule engagierter Sozialarbeiter weist demnach darauf hin, dass Kinder vom Fastengebot ausgenommen seien, etwa bei körperlicher Belastung oder schulischen Anforderungen. „Auch Schule ist schwere Arbeit“, wird er zitiert. Durchsetzen lasse sich das jedoch kaum.
System ist mit den Schülern überfordert
Hinzu kommen soziale Probleme. Viele Schüler stammen aus einkommensschwachen Haushalten, zahlreiche Familien beziehen Mindestsicherung. Der Bericht schildert Fälle von Vernachlässigung, Drogenkonsum und sogar Haftaufenthalten unter Jugendlichen.
Die Schule steht damit exemplarisch für eine Entwicklung, die Lehrer und Sozialarbeiter seit Jahren beklagen: kulturelle Parallelwelten, wachsende Spannungen im Klassenzimmer und ein Bildungssystem, das mit den Herausforderungen zunehmend überfordert ist. (rr)






