WASHINGTON/TEHERAN. US-Präsident Donald Trump hat weitere Angriffe auf iranische Energieanlagen vorerst ausgesetzt. Nach eigenen Angaben haben Gespräche zwischen Washington und Teheran zu einer vorläufigen Entspannung geführt. Wie Trump auf seiner Plattform Truth Social mitteilte, habe er das Pentagon angewiesen, geplante Schläge gegen Kraftwerke und Energieinfrastruktur für fünf Tage auszusetzen.
Zuvor habe es „sehr gute und produktive Gespräche über eine vollständige Lösung unserer Feindseligkeiten im Nahen Osten“ gegeben. Die Gespräche sollen in den kommenden Tagen fortgesetzt werden.
Die Entscheidung folgt auf eine Phase massiver Eskalation. Noch am Wochenende hatte Trump Teheran ultimativ aufgefordert, die Straße von Hormus innerhalb von 48 Stunden vollständig zu öffnen. Andernfalls würden die USA iranische Energieanlagen „auslöschen“. Der Iran reagierte darauf mit der Drohung, den gesamten Persischen Golf zu verminen, sollte es zu Angriffen auf sein Territorium kommen.

Trump konnte zuletzt Golfstaaten an die USA binden
International wuchs zuletzt die Sorge vor einer weiteren Ausweitung des Konflikts. Diplomaten aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gehen davon aus, dass der Krieg die sicherheitspolitische Bindung der Golfstaaten an die USA weiter vertiefen könnte. Gleichzeitig warnte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen vor iranischen Raketen mit größerer Reichweite, die auch Europa erreichen könnten.
Unterdessen signalisieren inzwischen 22 Staaten ihre Bereitschaft, die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus militärisch zu sichern. Australien und die Vereinigten Arabischen Emirate schlossen sich zuletzt einer entsprechenden Erklärung an.
Der Krieg befindet sich mittlerweile in der vierten Woche. Eine neue Umfrage in Israel zeigt indes, dass eine Mehrheit der Bevölkerung eine Fortsetzung des Krieges bis zum Sturz des iranischen Regimes unterstützt. (rr)






