PARIS. Was die JUNGE FREIHEIT unter Bezug auf Augenzeugen bereits am Dienstag berichtete, ist nun offiziell bestätigt: Der in der französischen Nationalversammlung arbeitende Assistent des Abgeordneten Raphaël Arnault von der Partei La France insoumise (LFI) gehört zu den Verdächtigen, die den Identitären Quentin D. ermordet haben sollen. Die Polizei hat ihn inzwischen festgenommen.
Insgesamt stehen nun neun verhaftete Mitglieder der 2025 verbotenen Antifa-Organisation „Jeune Garde Antifasciste“ unter Verdacht, den 23jährigen Mathematik-Studenten umgebracht zu haben. Zu den Gründern der Schlägertruppe gehörte 2018 auch jener Raphaël Arnault, der nun Abgeordneter im französischen Parlament ist und einen der Verdächtigen beschäftigte.
Seine Partei, die linksextreme LFI, war bei der Parlamentswahl 2024 mit 72 Abgeordneten in die Nationalversammlung eingezogen. Sie gehört zum linksradikalen Parteienbündnis „Neue Volksfront“, das als Fraktion mit 178 Sitzen die meisten Abgeordnete stellt. Nach Stimmen war das Rassemblement National von Marine Le Pen und Jordan Bardella stärkste Kraft geworden, doch aufgrund des Mehrheitswahlrechts stellt es lediglich 125 Parlamentarier.
Schweigeminute für Quentin D. im Parlament
Auf Vorschlag der Präsidentin der Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, die zur von Präsident Emmanuel Macron gegründeten Ensemble-Partei gehört, wird diese am Donnerstag eine Schweigeminute für Quentin D. abzuhalten. Die Entscheidung fiel ohne Gegenstimmen.

Der massiv in die Kritik geratene LFI-Parlamentarier Arnault versucht nun, seine Haut zu retten. Den Angehörigen Quentins bekundete er sein Bedauern. Mit „Entsetzen und Abscheu“ habe er vom Tod des Studenten erfahren. (fh/lb)





