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Abspaltung von Reform UK: Das steckt hinter der neuen Partei von Rupert Lowe

Abspaltung von Reform UK: Das steckt hinter der neuen Partei von Rupert Lowe

Abspaltung von Reform UK: Das steckt hinter der neuen Partei von Rupert Lowe

Der Gründer von Restore Britain, Rupert Lowe: „Ich bin sehr zuversichtlich, daß wir eine verdammt gute Chance haben, die kommende Unterhauswahl zu gewinnen.“ Das ehemalige Mitglied von Nigel Farages Reform UK gründet jetzt eine eigene Partei. (Themenbild)
Der Gründer von Restore Britain, Rupert Lowe: „Ich bin sehr zuversichtlich, daß wir eine verdammt gute Chance haben, die kommende Unterhauswahl zu gewinnen.“ Das ehemalige Mitglied von Nigel Farages Reform UK gründet jetzt eine eigene Partei. (Themenbild)
Der Gründer von Restore Britain, Rupert Lowe: „Ich bin sehr zuversichtlich, daß wir eine verdammt gute Chance haben, die kommende Unterhauswahl zu gewinnen.“ Foto: picture alliance / empics | Jordan Pettitt
Abspaltung von Reform UK
 

Das steckt hinter der neuen Partei von Rupert Lowe

Erst rebellierte er gegen Nigel Farage, jetzt startet er mit einer neuen Partei durch: Nur wenige Tage nach der Neugründung verzeichnet Rupert Lowes „Restore Britain“ zehntausende Mitglieder. Doch wie grenzt er sich vom Ex-Chef ab?
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LONDON. Die am vergangenen Wochenende neu gegründete Partei Restore Britain, hat nach eigenen Angaben 50.000 Mitglieder aufgenommen. „Wir haben ein wachsendes Heer an Unterstützern“, teilte der Parteichef und Unterhausabgeordnete Rupert Lowe auf dem Kurznachrichtendienst X am Sonntagabend mit. „Ich bin sehr zuversichtlich, daß wir eine verdammt gute Chance haben, die kommende Unterhauswahl zu gewinnen.“ Die neue Partei ist eine Abspaltung von Nigel Farages Reform UK.

Eine weitere Abspaltung von Farages Partei, Advance UK, erwägt unterdessen eine Fusion mit Lowes Neugründung. „Entweder einigen wir uns, um die nächste Regierung zu stellen, oder wir spalten uns untereinander und verschenken den Sieg an die gleiche Politikklasse, die versagt hat“, sagte Parteichef Ben Habib am Samstag. Derzeit verfügt die Partei des ehemaligen Reform-Vize laut Eigenangaben über 40.000 Mitglieder.

Einer Umfrage des Instituts Find Out Now zufolge geben zehn Prozent der wahlberechtigten Briten an, Restore Britain wählen zu wollen, davon 18 Prozent der Wähler von Reform UK bei der vergangenen Unterhauswahl. Die Partei von Farage liegt dennoch mit 25 Prozent in der Wählergunst vorne, darauf folgen die Grünen mit 20 Prozent. Damit liegen beide Parteien vor der regierenden Labour-Partei des Premiers Keir Starmer mit 15 Prozent und den Tories mit 13 Prozent. Die Liberaldemokraten, derzeit drittstärkste Kraft im Unterhaus, liegen gleichauf mit Restore Britain.

Reform-Chef Farage warf Lowe „ständige Illoyalität“ vor

Lowe hatte „Restore Britain“ zunächst als eine parteiübergreifende Initiative im Juni 2025 ins Leben gerufen. Im März zuvor war er als Reform-Mitglied suspendiert worden, nachdem er Farages Eignung als möglicher Regierungschef in Frage gestellt hatte. „Wir müssen weg von einer Protestpartei, die von einem Messias geführt wird“, sagte er dem Boulevardblatt Daily Mail. Daraufhin warf ihm Reform UK vor, mehrfach Gewalt gegen deren damaligen Generalsekretär Zia Yusuf angedroht zu haben. Eine entsprechende Anzeige wies die Staatsanwaltschaft allerdings im Mai zurück.

Farage selbst warf Lowe in einem späteren Spectator-Interview „ständige“ Untreue und Teamunfähigkeit vor. „Wir hatten schon Gruppensitzungen zu fünft, die nach drei Minuten zu Ende waren, nachdem er alle angeschrien hatte und mit der Behauptung herumlief, die einzige Person zu sein, die diese Partei anführen könne.“

Restore Britain setzt sich für „rote Liste“ von Herkunftsländern aus

In der Migrationspolitik sprechen sich sowohl Reform UK als auch Restore Britain für die Abschaffung des bisherigen Asylsystems, die Rückführung aller illegaler Einwanderer sowie die Einschränkung des Zugangs zum britischen Sozialsystem auf Staatsbürger aus. Zudem setzt sich Lowes Neugründung zum Ziel, die Zahl der legal eingewanderten Rückkehrer zu verdoppeln und eine „rote Liste“ von Herkunftsländern einzuführen. Länder wie Pakistan, Albanien und Syrien sowie Staaten, die die Rücknahme ihrer Staatsbürger verweigern, sollen demnach mit Visaeinschränkungen und der Streichung der Auslandshilfe rechnen.

Auch befürwortet Restore Britain, die Todesstrafe wieder einzuführen, der „realitätsfernen“ öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt BBC die Finanzierung zu entziehen und Universitätskurse zu schließen, die britische Studenten „zum Haß auf die eigene Kultur anstiften“ würden. Wirtschaftspolitisch fordert Lowes Partei, die Erbschaftsteuer abzuschaffen und die Körperschaftsteuer auf den „niedrigsten Steuersatz in Europa“ zu senken. (kuk)

Der Gründer von Restore Britain, Rupert Lowe: „Ich bin sehr zuversichtlich, daß wir eine verdammt gute Chance haben, die kommende Unterhauswahl zu gewinnen.“ Foto: picture alliance / empics | Jordan Pettitt
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