Präsident Viktor Orbán
Präsident Viktor Orbán: Maßnahmenpaket gegen Asylwelle Foto: www.facebook.com/orbanviktor/
Schutz der Bevölkerung

Ungarn geht gegen Asylbewerberzustrom vor

BUDAPEST. Die ungarische Regierung hat angekündigt, neue Asylbewerber nicht mehr in bewohnten Gebieten unterzubringen. Statt dessen soll ein Zeltlager direkt an der Grenze zu Serbien entstehen, sagte der Stabschef von Präsident Viktor Orbán, Janos Lazar. Dann werde die örtliche Bevölkerung auch „nicht gestört durch die Massen an Flüchtlingen“.

Ungarn leidet seit Monaten an einer Welle illegaler Einreisen. Allein in diesem Jahr haben bereits mehr als 80.000 Personen illegal die Grenze des EU-Staates übertreten und Asyl verlangt. Die Regierung in Budapest kündigte nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA deswegen auch an, die illegale Einreise zu einer Straftat zu erklären. Bisher war dies lediglich als Ordnungswidrigkeit geahndet worden.

Zudem soll der geplante fast 180 Kilometer lange Grenzzaun zu Serbien bis Ende November fertiggestellt werden. Asylbewerber aus Serbien und Mazedonien sollen verstärkt abgeschoben werden. (ho)

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