EU-Schule
Die Kultusminister der Länder wollen Schüler zu mündigen europäischen Bürgern erziehen Foto: picture alliance/Jens Kalaene/dpa
Schutz vor Nationalismus

Kultusminister: Europa soll im Unterricht größere Rolle spielen

BERLIN. Die Kultusminister der Länder haben sich dafür ausgesprochen, Europa stärker im Schulunterricht zu behandeln. Aufgrund eines „erstarkenden Populismus“ sowie der Situation von Flüchtlingen sei ein „vereintes Europa wichtiger denn je“, teilte die Präsidentin der Kultusminister-Konferenz (KMK), Stefanie Hubig (SPD), mit.

Deshalb hätten die Minister ihr empfohlenes Bildungsprogramm „Europabildung in der Schule“ aus dem Jahr 2008 aktualisiert. Die Institutionen erhielten darin „eine Vielzahl an praktischen Hinweisen zu Materialien, Programmen, Wettbewerben, Institutionen und außerschulischen Partnern für den Unterricht“, schilderte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin. Ziel des Konzepts sei es, Kinder zu mündigen Bürgern Europas zu erziehen.

Europa soll Schutz vor Populisten und Nationalisten sein

„Schule ist der zentrale Ort, an dem der europäische Gedanke vermittelt werden kann und Schülerinnen und Schüler die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten für die Zukunftsgestaltung von Europa entwickeln können“, führte Hubig aus.

Es gehe dabei um ein gemeinsames historisches Erbe, das „untrennbar mit den Werten Demokratie, Frieden und Freiheit verbunden“ sei. Deutschland profitiere nicht nur wirtschaftlich, indem es Europa stärke, „Populisten und Nationalisten, ihre Vorurteile und Ressentiments“ hätten folglich auch keinen Raum, betonte KMK-Präsidentin. (zit)

Die Kultusminister der Länder wollen Schüler zu mündigen europäischen Bürgern erziehen Foto: picture alliance/Jens Kalaene/dpa

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