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Verweis auf angebliches Urheberrecht: „Prozeß gegen Deutschland“: Nur das Anti-AfD-Video ist noch zu sehen

Verweis auf angebliches Urheberrecht: „Prozeß gegen Deutschland“: Nur das Anti-AfD-Video ist noch zu sehen

Verweis auf angebliches Urheberrecht: „Prozeß gegen Deutschland“: Nur das Anti-AfD-Video ist noch zu sehen

NDR-Journalist Michel Abdollahi beim „Prozeß gegen Deutschland“: Nur seine Rede zum AfD-Verbot ist auf YouTube verfügbar. (Themenbild)
NDR-Journalist Michel Abdollahi beim „Prozeß gegen Deutschland“: Nur seine Rede zum AfD-Verbot ist auf YouTube verfügbar. (Themenbild)
NDR-Journalist Michel Abdollahi beim „Prozeß gegen Deutschland“: Nur seine Rede zum AfD-Verbot ist auf YouTube verfügbar. Foto: JF-Screenshot/Thalia Theater
Verweis auf angebliches Urheberrecht
 

„Prozeß gegen Deutschland“: Nur das Anti-AfD-Video ist noch zu sehen

Das Theater, das einen Schau-„Prozeß“ gegen die AfD veranstaltet, verbirgt plötzlich fast alle Videos. Nur ein einziges darf die Öffentlichkeit noch sehen.
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HAMBURG. Das Thalia-Theater hat nahezu alle Aufzeichnungen des Theaterstücks „Prozeß gegen Deutschland“ über das mögliche AfD-Verbot auf seinem Youtube-Kanal verborgen. Lediglich eine Rede des NDR-Journalisten Michel Abdollahi gegen die Partei bleibt für alle sichtbar. Auf Nachfrage des freien Journalisten Boris von Morgenstern teilte das Theater mit, die Beiträge seien aus urheberrechtlichen Gründen nicht länger für die Öffentlichkeit verfügbar. Es sei demnach „die übliche Praxis“.

Bei dem „Prozeß“, der am vorvergangenen Wochenende veranstaltet worden war, handelt es sich um eine künstlerische Debatte über das AfD-Verbot. Dabei traten Journalisten, Wissenschaftler, Experten und andere Prominente auf Seiten der Gegner und Befürworter auf.

Regisseur des AfD-„Prozesses“ sieht „extreme Frontenbildung“ in Deutschland

Aufmerksamkeit erhielt unter anderem eine kritische Rede des Welt-Kolumnisten Harald Martenstein (JF dokumentierte). „Wenn Sie wollen, daß die AfD verboten wird, müssen Sie nachweisen, daß diese Partei das Land in ein anderes System überführen möchte“, mahnte er. Die „Jury“ einigte sich nach der dreitägigen Diskussionsreihe auf eine Prüfung des Verbots und den Entzug der Parteienfinanzierung.

Der Regisseur und Ideengeber des „Prozesses gegen Deutschland“, Milo Rau, betonte gegenüber dem Cicero, das Stück sei ein Versuch gewesen, unterschiedliche Stimmen miteinander ins Gespräch zu bringen. „Denn die Demokratie stirbt, wenn man es sich zu bequem macht, wenn man nicht mehr mit denen redet, deren Meinung man nicht teilt oder deren Fakten man falsch findet.“ Auch kritisierte er „eine verringerte Gesprächsbereitschaft“ in Deutschland, wo es eine „extreme Frontenbildung“ und „einen Hang zur moralischen Zuschreibung“ gebe. (kuk)

NDR-Journalist Michel Abdollahi beim „Prozeß gegen Deutschland“: Nur seine Rede zum AfD-Verbot ist auf YouTube verfügbar. Foto: JF-Screenshot/Thalia Theater
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